Zeitleiste

Zeitreise durchs Einetal

Von der Frühgeschichte des Harzvorlands und den ersten Urkunden über Grenzen, Gold und Glocken bis zur Geschichte der Vereine: Entdecken Sie die Entwicklung von Abberode, Tilkerode und Steinbrücken.

Über historische Stationen erzählen vom Wandel der drei Orte und ihrer Region: Grenzverschiebungen, Schule und Kirche, Bergbau, Kriegsende, Vereine und Dorfleben. Alle Jahreszahlen führen zu ausführlicheren Hintergründen und Quellen. Vor der Dorfgeschichte: Sueben und Schwabengau → Bei widersprüchlichen Angaben wird der Forschungsstand sichtbar gemacht. Neue Geschichten aus historischen Zeitungen entdecken → Verschwundene Dörfer → · Pleiten, Pech und Pannen →

vor mindestens 51.000 Jahren
Ur- und Frühgeschichte · regionaler Rahmen

Ein Zeichen auf einem Riesenhirschknochen

Ein Fund aus der Einhornhöhle bei Scharzfeld erschließt die Gedankenwelt der Neandertaler.

vor rund 12.000 Jahren
Ur- und Frühgeschichte · regionaler Rahmen

Rentierspuren aus dem Zwergenloch

Altfunde aus einer Höhle bei Elbingerode werden 2025 neu untersucht.

4. Jahrtausend v. Chr.
Ur- und Frühgeschichte · regionaler Rahmen

Gräber lange vor den Dörfern

Bei Reinstedt belegt eine Grabanlage der Baalberger Kultur die vorgeschichtliche Nutzung des Harzvorlands.

ca. 2300–1600 v. Chr.
Ur- und Frühgeschichte · regionaler Rahmen

Metalle verbinden Mitteldeutschland mit Europa

In der Frühbronzezeit entstehen weite Austauschbeziehungen – die Welt der Himmelsscheibe von Nebra.

vor rund 3.000 Jahren
Ur- und Frühgeschichte · regionaler Rahmen

Eine bronzezeitliche Familie im Höhlengrab

DNA-Untersuchungen verbinden Tote aus der Lichtensteinhöhle nahe Osterode miteinander.

um 98 n. Chr.
Ur- und Frühgeschichte · regionaler Rahmen

Tacitus beschreibt die Sueben

Der römische Autor fasst mehrere Gemeinschaften unter einem gemeinsamen Namen zusammen.

5.–frühes 6. Jahrhundert
Ur- und Frühgeschichte · regionaler Rahmen

Die Zeit des Thüringerreichs

Ein früher Machtverband prägt Mitteldeutschland; sein Zentrum liegt im Raum Erfurt–Weimar.

531
Ur- und Frühgeschichte · regionaler Rahmen

Das Thüringerreich unterliegt den Franken

Die Niederlage in der als Schlacht an der Unstrut bekannten Auseinandersetzung verändert die Machtverhältnisse.

966
Mittelalter

Abberode wird erstmals erwähnt

Unter dem Namen Abroden erscheint der Ort in der historischen Überlieferung.

2. Juli 1046
Mittelalter · regionaler Rahmen

Güter im Schwabengau werden verschenkt

Eine erhaltene Urkunde macht den mittelalterlichen Schwabengau greifbar.

1123
Mittelalter

Die frühen Spuren Tilkerodes

Die Ortsüberlieferung nennt 1123 als frühes Datum für Tilkerode.

1226
Mittelalter

Steinbrücken in der Überlieferung

Als frühe Nennung wird von der Stadt Mansfeld das Jahr 1226 angegeben.

15. Jh.
Mittelalter

Volkmannrode wird zum verlassenen Dorf

Die Siedlung verschwindet, die Gerichtstradition bleibt bestehen.

1489
Mittelalter

Gerichtstradition von Volkmannrode

Die Überlieferung verbindet die Wüstung mit einer traditionsreichen Gerichtsstätte.

16. Jh.
Frühe Neuzeit

Das alte Tilkerode fällt wüst

Der spätere Nachbarort war über längere Zeit nicht bewohnt.

1501 (Überlieferung)
Frühe Neuzeit

Die Sage von der Zahnschmerzenkapelle

Ein Zeitungsbericht von 1941 erzählt von einer Wolfgangskapelle in Steinbrücken.

1506
Frühe Neuzeit

Das Amt Rammelburg

Abberode wird Teil eines größeren Verwaltungs- und Herrschaftsraums.

1526
Frühe Neuzeit

Pfarrgut, Brot und Naturalabgaben

Ein Widmungsbrief regelt Rechte und Versorgung des Pfarrers.

1531
Frühe Neuzeit

Johann Teichmayer als Pfarrer genannt

Mit seinem Namen beginnt eine belegbare Abberöder Pfarrerfolge.

1533
Frühe Neuzeit

Das Erbbuch – ein Dorf im Register

Das Erbbuch erfasst Höfe, Verpflichtungen und einzelne Dorfbewohner.

1626
Frühe Neuzeit

Pestjahre in Abberode

Die Ortschronik berichtet von einer Zeit schwerer Sterblichkeit.

1631
Frühe Neuzeit

Soldaten plündern die Kirche

Auch die Abberöder Kirche bleibt vom Dreißigjährigen Krieg nicht verschont.

1645
Frühe Neuzeit

Großer Dorfbrand

Am 23. April trifft ein schweres Feuer auch Schule und Pfarrhaus.

1661–1663
Frühe Neuzeit

Brand und Neubeginn in Tilkerode

Abberöder Brandgeschädigte siedeln auf anhaltischem Boden.

1720
18./19. Jahrhundert

Die Herren von Friesen kaufen die Rammelburg

Die Familie von Friesen übernimmt Schloss und Amt von der Familie von Stammer.

1740
18./19. Jahrhundert

Das Schicksal der Geschwister Francke

Ein historischer Grabstein erinnert an drei gestorbene Kinder.

1762
18./19. Jahrhundert

Eisenerzabbau am Eskaborner Berg

Bergakten belegen die wirtschaftliche Nutzung der Tilkeröder Lagerstätten.

1769
18./19. Jahrhundert

St. Stephani wird erneuert

Beim Kirchenbau wird eine merkwürdige Menschenhand entdeckt.

1808
18./19. Jahrhundert

Abberode im Königreich Westphalen

Die Napoleonische Zeit bringt einen Wechsel der Staatshoheit.

1815–1816
18./19. Jahrhundert

Preußen übernimmt den Mansfelder Raum

Nach dem Wiener Kongress gehört Abberode zum preußischen Staat.

1822
18./19. Jahrhundert

39 Häuser, 229 Menschen

Eine frühe statistische Momentaufnahme von Abberode.

18. Nov. 1823
18./19. Jahrhundert

Nachklang der Napoleonzeit: ein Soldatenerbe

Erben des Soldaten Friedrich Liebing aus Abberode erscheinen in einer Zeitung.

1825
18./19. Jahrhundert

Gold und 116 anhaltische Dukaten

Bergrat Zincken weist Gold in Tilkeröder Erzen nach.

1829
18./19. Jahrhundert

Schlosskapelle Rammelburg wird erneuert

Ernst von Friesen lässt nach der Schlosschronik die Kapelle erneuern.

1844
18./19. Jahrhundert

Die alte Abberöder Pfarre steht zum Verkauf

Ein Archivvorgang wirft Fragen zur Geschichte des Pfarrhauses auf.

30. Mai 1848
18./19. Jahrhundert

Revolutionsjahr: Abberoder unter 2.517 Unterzeichnern

Ein öffentlicher Aufruf aus dem Mansfelder Gebirgskreis nennt auch Abberode.

1849
18./19. Jahrhundert

Streit um Felder und Grenzen

Die Lage der Feldmarken bleibt ein politisches und wirtschaftliches Problem.

1858
18./19. Jahrhundert

Der alte Bergbau endet

Die Förderung von Eisenerz in Tilkerode wird eingestellt.

1861
18./19. Jahrhundert

Tilkeröder Erz und das Element Thallium

Eine Probe aus dem Harz gelangt in den Mittelpunkt englischer Forschung.

1869
18./19. Jahrhundert

Kriegerverein Tilkerode–Abberode

Ein früher Verein belegt gemeinsames gesellschaftliches Leben.

1872
18./19. Jahrhundert

Wer trug den Zymbel in der Abberöder Kirche?

Eine Akte berichtet über das Tragen des kirchlichen Klingelbeutels.

1875
18./19. Jahrhundert

Grenzvertrag und Ende des Rügegerichts

Preußen und Anhalt regeln umstrittene Gebiete neu.

9. März 1883
18./19. Jahrhundert

Schweine sollten mit Phosphor vergiftet werden

Eine ungewöhnliche Kriminalmeldung betrifft den Hof von Ökonom F. Franke.

1. Okt. 1889
18./19. Jahrhundert

Ein mittelalterliches Schwert aus Abberode

Das Provinzialmuseum in Halle erhält ein angeblich aus dem 13. Jahrhundert stammendes Schwert.

24. Jan. 1890
18./19. Jahrhundert

Ein Pariser Ballon landet im Tilkeröder Forst

Der Eiffelturm schickt eine Botschaft über Hunderte Kilometer in den Harz.

13. Dez. 1894
18./19. Jahrhundert

Ein schwarzer Hase macht Schlagzeilen

Eine Jagdnotiz aus Abberode geht über die Region hinaus.

4./5. Okt. 1894
18./19. Jahrhundert

Schlossbrand auf der Rammelburg

Ein Feuer zerstört große Teile des Schlosses und führt später zum Besitzerwechsel.

8. Sept. 1896
18./19. Jahrhundert

Ein Jagdschloss nahe Volkmannrode

Die Presse berichtet über eine herzogliche Jagdresidenz zwischen Tilkerode und Stangerode.

10. Juli 1897
18./19. Jahrhundert

Eine Eisenbahn für Abberode wird gewünscht

Auch die Dörfer des Einetals erscheinen in einer Bahnverbindungsdebatte.

1902–1903
20. Jahrhundert

Das Ende der Friesen-Ära auf der Rammelburg

Nach dem Schlossbrand geht das Gut von Friesen an die Familien von Stumm und von Heimburg.

1905
20. Jahrhundert

Neuer Kirchenkreis Wippra

Die kirchliche Verwaltung der Region wird neu geordnet.

1906
20. Jahrhundert

Die Rammelburger Chronik erscheint

Hermann Schotte veröffentlicht eine grundlegende Quelle zur Region.

1907
20. Jahrhundert

Eine ländliche Darlehnskasse

Eine genossenschaftliche Spar- und Darlehnskasse wird eingetragen.

1907–1908
20. Jahrhundert

Fernsprechstelle und Verbindung nach Berlin

Der Anschluss an die moderne Kommunikation erreicht Abberode.

1907–1909
20. Jahrhundert

Aufteilung der Domäne Schielo

Die alten Domänenakten betreffen auch Abberode.

12. Feb. 1913
20. Jahrhundert

Eine alte Feldmarkgrenze fällt

Anhaltische Teile der Abberöder und Steinbrückener Fluren wechseln zu Preußen.

19. Aug. 1913
20. Jahrhundert

18 Zentner schwerer Bulle stürzt in Brunnen

Ein Zwischenfall auf dem Hof des Landwirts Wiegand.

Karfreitag 1913
20. Jahrhundert

Haydn-Aufführung löst Konfessionsdebatte aus

Der Abberöder Kirchenchor singt Haydn – und eine Debatte bricht aus.

1914
20. Jahrhundert

Der Krieg verändert den Verkehr

Der Autobusverkehr wird zum Kriegsbeginn eingeschränkt.

27. Aug. 1918
20. Jahrhundert

Die große Glocke wird zerschlagen

Ein Kriegsverlust trifft die Gemeinde unmittelbar.

4. Dez. 1919
20. Jahrhundert

Überfall auf einen Landbriefträger

Die Posttasche soll beim Überfall leer gewesen sein.

1925
20. Jahrhundert

Traditionsjahr der Schützengesellschaft

„1925“ ist Bestandteil des heutigen Vereinsnamens.

April 1925
20. Jahrhundert

Autobuslinie durchs Einetal angekündigt

Harzgerode und Abberode sollten über mehrere Dörfer verbunden werden.

2. Nov. 1926
20. Jahrhundert

Stromleitungen trennen die alten Nachbarn

Die anhaltischen Orte erhalten Leitungen, andere zunächst nicht.

26. Okt. 1926
20. Jahrhundert

Mit 74 zum ersten Mal Eisenbahn gefahren

Ein Abberöder besucht seine Tochter in Harzgerode.

6. Okt. 1928
20. Jahrhundert

Ein neuer Schießstand bei Gastwirt Rausche

Der Ausbau der Vereinsinfrastruktur in Abberode wird vermeldet.

1. Okt. 1929
20. Jahrhundert

Ein Brief benötigt drei Tage für 150 Meter

Die Post zwischen Tilkerode und Abberode verzögert sich auf absurde Weise.

1929
20. Jahrhundert

Schneechaos auf der Chaussee

Ein Schneesturm blockiert die Verbindung zum Neuen Schloss.

20. Dez. 1931
20. Jahrhundert

Große Glockenweihe in Abberode

Das erhaltene Festprogramm und zahlreiche Fotos dokumentieren die Feier.

13. Jan. 1932
20. Jahrhundert

Neue Stromversorgung wird Thema

Die Presse berichtet über eine Landzentrale für die Orte im Einetal.

9. Apr. 1933
20. Jahrhundert

Der Fall Hermann Rausche

Ein Gewaltverbrechen in Steinbrücken erschüttert die Region.

14. Juli 1934
20. Jahrhundert

Eine gezeichnete Ansicht von Abberode und Tilkerode

Ein historischer Zeichenblock bewahrt den Blick vom Sommerberg auf die beiden Orte.

1934
20. Jahrhundert

Tilkerode ohne Kirche – und eine Glocke stürzt

Gottesdienste und Konfirmationen mussten improvisiert werden.

1935–1937
20. Jahrhundert

Ein neuer Bergbauversuch am Eskaborner Berg

Nach dem Ende der alten Gruben wird wieder nach Erz gesucht.

1936
20. Jahrhundert

Neue Kirche in Tilkerode

Die heutige Tilkeröder Kirche wird errichtet.

1939
20. Jahrhundert

Wiederfund der „Abberöder Hand“

Eine eigentümliche Reliquie taucht bei Arbeiten an der Kirche erneut auf.

1. Apr. 1942
20. Jahrhundert

Tilkerode verliert seine anhaltische Kreiszugehörigkeit

Das Dorf wird dem Mansfelder Gebirgskreis zugeordnet.

5. März 1942
20. Jahrhundert

Eine preußische Exklave in der anhaltischen Exklave

Ein Zeitungsbericht beschreibt ein verschachteltes Grenzkuriosum.

19. Jan. 1945
20. Jahrhundert

Doras Familie erreicht Wippra

Eine Familie aus Königshütte findet Zuflucht im Harz.

Anfang Juli 1945
20. Jahrhundert

Die sowjetische Besatzungsmacht übernimmt

Die Amerikaner ziehen sich aus dem vorgesehenen sowjetischen Gebiet zurück.

April 1945
20. Jahrhundert

US-Truppen erreichen das Einetal

Im April endet die NS-Herrschaft auch im Mansfelder Raum.

22. Sept. 1950
20. Jahrhundert

Drei Orte werden zu einer Gemeinde

Die Vereinigung von Abberode, Tilkerode und Steinbrücken wird datiert.

September 1945
Nachkriegszeit & DDR

Bodenreform erreicht unsere drei Orte

Neue Eigentumsverhältnisse auf den Feldern; örtliche Akten reichen bis in die 1950er Jahre.

25.07.1952
20. Jahrhundert

Abberode gehört zum neuen Kreis Hettstedt

Das Originalgesetz nennt Abberode ausdrücklich im Kreis Hettstedt, Bezirk Halle.

1956
20. Jahrhundert

Letzte Erkundung am Tilkeröder Goldschacht

Die Suche nach wirtschaftlich nutzbaren Erzen endet.

17. Dez. 1961
20. Jahrhundert

Wieder eine Glockenweihe

Nach erneuten Kriegsverlusten erhält Abberode ein Geläut.

1958
Nachkriegszeit & DDR

Telefonkabel zwischen Abberode und Pansfelde

Eine Postakte dokumentiert den Austausch von Luftkabeln durch Erdkabel.

1962
20. Jahrhundert

Abberode als Schulstandort

Die Zentralschule betreut Kinder aus mehreren Gemeinden.

1964
20. Jahrhundert

Schulweg auf einem historischen Foto

Ein Foto hält die Schülerbeförderung und das Dorfleben der DDR-Zeit fest.

1982/83
Nachkriegszeit & DDR · regional

Ein Hof aus Molmerswende im DEFA-Film

„Ein Bauer und seine Frau“ erzählt von Arbeit und der Zukunft eines Hofes im Nachbardorf.

1983
20. Jahrhundert

Ein Lehrer wird ausgezeichnet

Gerhard Schwochert erhält eine DDR-Auszeichnung.

1983
Nachkriegszeit & DDR

Postbeschäftigte machen Ferien in Abberode

Drei Archivfotos verzeichnen ein neues Ferienobjekt der Bezirkspostdirektion Halle.

26.08.1985
Nachkriegszeit & DDR · regional

Erntetag bei der LPG Braunschwende

Zwei Bundesarchivbilder zeigen Technik und Menschen bei der Weizenernte im Nachbardorf.

1989/90
20. Jahrhundert

Die Wende verändert das Dorf

Die politische Ordnung und die Lebenswege im Einetal wandeln sich.

Feb. 1989
20. Jahrhundert

Ein Schulneubau wird angekündigt

Noch kurz vor der Wende existieren Ausbaupläne.

1994
20. Jahrhundert

Dorfentwicklungsplan für Abberode

Die Gemeinde entwirft Perspektiven für ihren Ort.

7. Sept. 1994
20. Jahrhundert

Eintragung der Schützengesellschaft

Die heutige Vereinsorganisation ist im Register nachweisbar.

1997
20. Jahrhundert · Wirtschaft

WTB Elektro GmbH wird gegründet

Mit Winkler, Trenkel und Becker beginnt 1997 in Abberode eine neue Unternehmensgeschichte.

1998
20. Jahrhundert

Der Glockenturm wird gerettet

Das historische Wahrzeichen wird restauriert.

1999
20. Jahrhundert

Kirchturmfest und historische Dokumentation

Ein Vortrag bündelt alte Quellen zur Kirche.

31. März 1999
20. Jahrhundert

Das Abberöder Gemeindewappen

Ein Wappen mit Symbolen der drei Orte wird genehmigt.

ab 2000
20. Jahrhundert · Wirtschaft

WTB beginnt mit der Schaltanlagenfertigung

Aus der Montagefirma entwickelt sich am Standort Abberode ein breiter aufgestellter Industriebetrieb.

2005
21. Jahrhundert

Schließung der Sekundarschule

Ein langer Abschnitt der Abberöder Schulgeschichte geht zu Ende.

2005
21. Jahrhundert · Wirtschaft

WTB bezieht sein heutiges Betriebsgebäude

Der Ausbau des Industrieunternehmens wird auch im Ortsbild von Abberode sichtbar.

1. Juli 2007
21. Jahrhundert

Neuer Landkreis Mansfeld-Südharz

Die Landkreise der Region werden neu geordnet.

6. März 2009
21. Jahrhundert

Abberode wird Ortsteil von Mansfeld

Die frühere Gemeinde wird in die Stadt Mansfeld eingegliedert.

um 2012
21. Jahrhundert

Das Blaulicht- und Oldtimertreffen entsteht

Aus einem Vereinstreffen wächst ein regional bekanntes Fest.

2020
21. Jahrhundert

Das Mineral Tilkerodeit wird benannt

Die Forschung macht den Ortsnamen international sichtbar.

15. Sept. 2021
21. Jahrhundert

Feuerwehreinsatz nach Pkw-Brand

Die Ortsfeuerwehr löscht ein brennendes Auto in Abberode.

2022–2024
21. Jahrhundert

Archäologen entdecken das Leben eines verschwundenen Dorfes

Bei Harzgerode werden Tausende Funde einer mittelalterlichen Siedlung geborgen.

18.–20. Aug. 2023
21. Jahrhundert

Fest der Vereine und Blaulichttreffen

Die Vereine gestalten ein gemeinsames Wochenende.

Sept. 2024
21. Jahrhundert

Abberode zählt 273 Einwohner

Eine aktuelle Zahl macht den Wandel der Dorfgröße sichtbar.

22. Sept. 2025
21. Jahrhundert

Neue Wehrleitung in Abberode

Michael und Jürgen Franke erhalten ihre Ehrenämter.

22. Sept. 2025
21. Jahrhundert

Weitere Mittel für das Feuerwehrgerätehaus

Der Stadtrat beschließt zusätzliche Ausgaben für den Umbau.

15. Aug. 2026
21. Jahrhundert

13. Blaulicht- und Oldtimertreffen

Abberode ist wieder Treffpunkt für historische Einsatzfahrzeuge.

8. Mai 2026
21. Jahrhundert

Förderbescheid für die Feuerwehr

Das Bauprojekt erhält einen Landeszuschuss.

Mitte 1980er
20. Jahrhundert

Das Kirchenschiff verschwindet

Von St. Stephani bleibt der Turm erhalten.

2020
21. Jahrhundert · Dorfleben

Ein rotes „Abgesagt“ fürs Vereinsfest

Das Fest fällt wegen Corona aus. Ein Plakat hält die Unterbrechung fest.

Welche Daten fehlen noch?

Manche Geschichten sind bekannt, aber noch nicht auf ein verlässliches Gründungs- oder Bautagesdatum festzulegen. Darum sammeln wir dazu gezielt Hinweise:

Feuerwehr Abberode

Wann entstand die Freiwillige Feuerwehr? Gab es später einen eigenständigen Feuerwehrverein oder Förderverein? Gesucht werden Gründungsurkunde, alte Einsatzberichte, Fahnen und Fahrzeugfotos. Gesichert sind derzeit die kommunale Ortsfeuerwehr und ihre jüngeren Amts- und Baubeschlüsse.

SV „Grün-Weiß“ Abberode

Der Sportverein ist im städtischen Vereinsverzeichnis nachgewiesen. Für Gründung, DDR-Vorgänger und mögliche Neugründung nach 1990 fehlt noch ein belastbares Datum. Vereinschronik, alte Mannschaftsfotos und die erste Satzung könnten helfen.

Kanalisation und Straßen

In welchem Jahr wurden die Abwasserkanäle in Abberode, Tilkerode und Steinbrücken gebaut – und geschah das straßenweise? Ein genaues Erstbaujahr ist aus den bisher gefundenen Online-Quellen nicht belegbar. Bauakten und Unterlagen des Abwasserzweckverbands Wipper-Schlenze sind der nächste Ansatz.

LPG, Schul- und Dorfleben

Wann wurde die erste LPG gegründet, welche Höfe gehörten dazu? Wann entstanden neue Schulgebäude, Sportplatzanlagen und Vereine? Für diese Bereiche sind örtliche Schriftstücke und Zeitzeugen besonders wichtig.

Historisches Datum oder Quelle per E-Mail mitteilen

966 · Mittelalter

Abberode wird erstmals erwähnt

Die Stadt Mansfeld nennt das Jahr 966 als erste urkundliche Erwähnung des Ortes unter der Namensform Abroden. Solche Nennungen beschreiben zunächst Besitz- und Herrschaftsverhältnisse; sie bedeuten nicht, dass das Dorf erst in diesem Jahr entstanden wäre.

Für die Ortschronik bleibt interessant, das ursprüngliche Diplom mit seiner lateinischen Schreibweise und dem Überlieferungsweg genauer zu dokumentieren. In älteren Zusammenstellungen tauchen abweichende frühe Daten auf, die nicht unbesehen als gleichwertige Ersterwähnungen gelten sollten.

Quelle / Forschungsstand: Stadt Mansfeld: Ortsteil Abberode · Quelle öffnen ↗

1123 · Mittelalter

Die frühen Spuren Tilkerodes

Tilkerode erscheint lange vor seiner Wiederbesiedlung im 17. Jahrhundert in der urkundlichen Überlieferung. Die Stadt Mansfeld nennt das Jahr 1123; ältere Darstellungen sprechen von einer Schenkung eines Zehnten an eine kirchliche Einrichtung.

Das ist für die spätere Dorfgeschichte wichtig, denn Tilkerode wurde zwischenzeitlich zur Wüstung. Wer im 17. Jahrhundert wieder Häuser baute, besiedelte keinen völlig neuen Ort, sondern eine bereits historisch bekannte Gemarkung.

Quelle / Forschungsstand: Stadt Mansfeld · Quelle öffnen ↗

1226 · Mittelalter

Steinbrücken in der Überlieferung

Die drei Orte des heutigen Einetals besitzen verschiedene mittelalterliche Überlieferungsstränge. Für Steinbrücken nennt die Stadt Mansfeld 1226 als erste Erwähnung. In Schottes Rammelburger Chronik findet sich dagegen auch die Jahreszahl 1216.

Der zehnjährige Unterschied zeigt, wie wichtig die Prüfung der jeweiligen Urkunden und ihrer Lesarten ist. Bis diese Originalbelege verglichen sind, folgt die Zeitleiste der Angabe der Stadt Mansfeld und weist auf die ältere abweichende Literatur hin.

Quelle / Forschungsstand: Stadt Mansfeld; Hermann Schotte · Quelle öffnen ↗

1489 · Mittelalter

Gerichtstradition von Volkmannrode

An der Wüstung Volkmannrode entwickelte sich eine besondere Form der Rechtspflege, die für mehrere Nachbarorte zuständig war. Verhandelt wurden vor allem Vergehen im Zusammenhang mit Wald, Jagd, Weide und Flurgrenzen.

Die gerichtlichen Versammlungen hatten zugleich gesellschaftlichen Charakter. Ein Bericht in der Gartenlaube von 1870 schildert Rituale, den Aufruf der Beteiligten und das gemeinsame Essen. Die Datierung 1489 wird für die lokale Gerichtstradition genannt und verdient weitere archivalische Prüfung.

Quelle / Forschungsstand: Überlieferung zur Gerichtsstätte; Die Gartenlaube 1870 · Quelle öffnen ↗

Die ganze Geschichte lesen →

1506 · Frühe Neuzeit

Das Amt Rammelburg

Das Amt Rammelburg bündelte Herrschaftsrechte, Abgaben und Verwaltung in der Region. Für die Bewohner war die Zuordnung keineswegs nur ein Name auf einer Landkarte: Sie bestimmte, wem Zinsen, Frondienste und Gerichtspflichten zustanden.

Die spätere Rammelburger Chronik ist deshalb eine wichtige Quelle für Dorf, Höfe und Familien. Sie macht verständlich, weshalb schon wenige Schritte zwischen Abberode und Tilkerode über verschiedene Zuständigkeiten entscheiden konnten.

Quelle / Forschungsstand: Hermann Schotte, Rammelburger Chronik (1906)

Die ganze Geschichte lesen →

1526 · Frühe Neuzeit

Pfarrgut, Brot und Naturalabgaben

Die frühe Pfarrgeschichte besteht nicht nur aus Namen von Geistlichen. Ein Widmungsbrief regelte auch die wirtschaftlichen Grundlagen der Pfarrstelle: die Nutzung von Land, Abgaben, Naturalien und Dienstleistungen der Dorfbewohner.

Derartige Festlegungen zeigen, wie eng Kirche, Landwirtschaft und tägliche Versorgung zusammengehörten. Brot, Vieh und andere Güter waren Teil einer Wirtschaftsordnung, in der Bargeld nur eine von mehreren Formen des Ausgleichs darstellte.

Quelle / Forschungsstand: Hermann Schotte, Rammelburger Chronik (1906)

Die ganze Geschichte lesen →

1531 · Frühe Neuzeit

Johann Teichmayer als Pfarrer genannt

Hermann Schotte nennt Johann Teichmayer für 1531. Mit diesem Datum wird die Abberöder Pfarrgeschichte erstmals als Folge namentlich greifbarer Personen erzählbar.

Die Liste führt durch Reformation, Dreißigjährigen Krieg, den Wiederaufbau und bis in die Moderne. Sie wird auf unserer Webseite in einem illustrierten Pfarrerbaum dargestellt, der vergrößert werden kann. Noch fehlende Amtszeiten bleiben als Forschungslücken erkennbar.

Quelle / Forschungsstand: Hermann Schotte, Rammelburger Chronik (1906)

Die ganze Geschichte lesen →

1533 · Frühe Neuzeit

Das Erbbuch – ein Dorf im Register

Ein Erbbuch ist eine Art frühes Verwaltungsinventar. Es hält fest, wem Hofstellen zugerechnet wurden, welche Abgaben zu leisten waren und wie Menschen und Güter in einem Herrschaftsgebiet verteilt waren.

Für Abberode lassen sich daraus soziale Verhältnisse, Berufe und die wirtschaftliche Struktur erschließen. Das Erbbuch bietet damit einen Gegenpol zu den großen politischen Ereignissen: Es erlaubt den Blick auf das Leben gewöhnlicher Familien.

Quelle / Forschungsstand: Hermann Schotte, Rammelburger Chronik (1906)

Die ganze Geschichte lesen →

1626 · Frühe Neuzeit

Pestjahre in Abberode

Die Pest und andere Seuchen trafen in der frühen Neuzeit viele Orte des Harzraums. Schottes Chronik erwähnt für Abberode im Jahr 1626 eine besonders schwere Sterblichkeit.

Die Auswirkungen gingen weit über einzelne Todesfälle hinaus: Familien verloren Arbeitskräfte, Höfe konnten unbewirtschaftet bleiben, und die Pfarrbücher wurden zu wichtigen Zeugnissen. Wie viele Menschen konkret starben, sollte anhand der Kirchenregister überprüft werden.

Quelle / Forschungsstand: Hermann Schotte, Rammelburger Chronik (1906)

Die ganze Geschichte lesen →

1631 · Frühe Neuzeit

Soldaten plündern die Kirche

Im Dreißigjährigen Krieg zogen militärische Verbände durch die Region und forderten Unterkunft und Abgaben. Für 1631 wird berichtet, dass kaiserliche Soldaten die Abberöder Kirche plünderten.

Wie verbreitet Gewalttaten und materielle Verluste im Dorf waren, lässt sich nur aus mehreren Quellen beantworten. Das Ereignis zeigt jedoch, dass selbst ein abgelegener Ort nicht außerhalb der europäischen Konflikte stand.

Quelle / Forschungsstand: Hermann Schotte, Rammelburger Chronik (1906)

Die ganze Geschichte lesen →

1645 · Frühe Neuzeit

Großer Dorfbrand

Ein Brand konnte ein Dorf in wenigen Stunden an den Rand des Zusammenbruchs bringen. Für den 23. April 1645 ist eine schwere Feuersbrunst in Abberode überliefert, die auch kirchliche und schulische Gebäude betraf.

Der Wiederaufbau erforderte Holz, Arbeit und Unterstützung. Die Ortschronik berichtet außerdem davon, wie Ursachen und Verantwortlichkeiten diskutiert wurden. Für die Geschichte des heutigen Pfarrhauses ist der Brand ein wichtiger früher Bezugspunkt.

Quelle / Forschungsstand: Hermann Schotte, Rammelburger Chronik (1906)

Die ganze Geschichte lesen →

1661–1663 · Frühe Neuzeit

Brand und Neubeginn in Tilkerode

Nach einem erneuten Großbrand 1661 verließen mehrere betroffene Familien Abberode. Auf dem angrenzenden Gebiet der anhaltischen Herrschaft entstand ab 1662/63 Tilkerode neu. Die alte Wüstung wurde damit zu einer lebendigen Siedlung.

Der nur wenige Schritte entfernte Nachbarort lag staatsrechtlich in einer anderen Welt: Zwischen dem kursächsischen beziehungsweise später preußischen Abberode und Tilkerode bestanden Landesgrenzen. Die Grenzlage prägte Grundstücke und Verwaltungswege über Jahrhunderte.

Quelle / Forschungsstand: Regionalverband Harz; Stadt Mansfeld · Quelle öffnen ↗

Die ganze Geschichte lesen →

1740 · 18./19. Jahrhundert

Das Schicksal der Geschwister Francke

Am Abberöder Kirchturm befindet sich ein alter Grabstein für drei Kinder aus der Familie Francke, die 1740 innerhalb kurzer Zeit starben. Der Stein überdauerte Veränderungen des Kirchhofs und wurde zu einem besonders bewegenden Zeugnis der örtlichen Familiengeschichte.

In einer Zeit hoher Kindersterblichkeit war die Trauer um Geschwister ein einschneidendes Ereignis. Der erhaltene Stein bietet die seltene Möglichkeit, Namen und ein Familienschicksal über die Jahrhunderte hinweg sichtbar zu machen.

Quelle / Forschungsstand: Vortrag zum Kirchturmfest 1999; Regionalverband Harz

Die ganze Geschichte lesen →

1762 · 18./19. Jahrhundert

Eisenerzabbau am Eskaborner Berg

Tilkerode war lange vor der Goldmünze ein Bergbauort. Schriftliche Bergakten belegen den Eisenerzabbau im Gebiet des Eskaborner Berges spätestens für 1762.

Die Arbeit in Schächten und Stollen versorgte Hüttenbetriebe, unter anderem in Mägdesprung. Erzförderung und Transport bestimmten den Alltag vieler Bergleute und Fuhrleute. Erst später wurde bekannt, dass einige der Erze ungewöhnliche Selenverbindungen und geringe Goldmengen enthielten.

Quelle / Forschungsstand: Natur- und Bergbaulehrpfad Tilkerode

Die ganze Geschichte lesen →

1769 · 18./19. Jahrhundert

St. Stephani wird erneuert

Bei den Arbeiten an der Kirche St. Stephani wird 1769 eine menschliche Hand gefunden, die offenbar bewusst im Bauwerk hinterlegt worden war. Ihr historischer Sinn wurde später immer wieder diskutiert.

Der Kirchenbau selbst steht für die religiöse und soziale Bedeutung des Gotteshauses im Dorf. Die Hand wurde später erneut aufgefunden und ist bis heute ein Anlass für historische und wissenschaftliche Spurensuche – zwischen Überlieferung, Rechtssymbolik und anatomischem Befund.

Quelle / Forschungsstand: Turmfest-Vortrag 1999; Ortschronik

Die ganze Geschichte lesen →

1808 · 18./19. Jahrhundert

Abberode im Königreich Westphalen

1808 wechselte der Verwaltungsraum des Amtes Rammelburg vom sächsischen Zusammenhang in das napoleonische Königreich Westphalen. Die kurze westphälische Zeit fügte der langen politischen Geschichte des Harzrandes eine weitere Herrschaft hinzu.

Die Neuordnung beeinflusste Verwaltung, Gesetzgebung und Staatszugehörigkeit. Für Familien ist das auch in Akten und Kirchenbüchern spürbar: Derselbe Wohnort kann innerhalb weniger Jahre in Unterlagen verschiedener Staaten auftauchen.

Quelle / Forschungsstand: Abberode seit 1800 – Zeittafel (Materialsammlung, Oktober 2026)

1815–1816 · 18./19. Jahrhundert

Preußen übernimmt den Mansfelder Raum

Nach den Napoleonischen Kriegen fiel das Amt Rammelburg 1815 an Preußen. Am 1. Oktober 1816 wurde der Mansfelder Gebirgskreis mit der Kreisstadt Mansfeld gebildet.

Für die Bewohner Abberodes bedeutete das eine neue Verwaltung, aber keine Aufhebung der nahegelegenen Grenze. Das direkt angrenzende Tilkerode gehörte weiterhin zu Anhalt. Gerade diese Trennung erklärt spätere Grenz- und Flurstreitigkeiten.

Quelle / Forschungsstand: Abberode seit 1800 – Zeittafel (Materialsammlung, Oktober 2026)

1822 · 18./19. Jahrhundert

39 Häuser, 229 Menschen

Für das Jahr 1822 werden 39 Häuser und 229 Einwohner für Abberode genannt. Der Ort unterstand dem Patrimonialgericht des Amtes Rammelburg.

Solche Zahlen machen den Wandel der Dorfgröße im Vergleich mit späteren Jahrzehnten messbar. Sie sagen allerdings nichts über die Zahl der Familienmitglieder pro Gebäude oder über die wirtschaftliche Situation einzelner Haushalte. Dafür sind Steuerlisten und Kirchenbücher die nächstliegenden Quellen.

Quelle / Forschungsstand: Abberode seit 1800 – Zeittafel (Materialsammlung, Oktober 2026)

1825 · 18./19. Jahrhundert

Gold und 116 anhaltische Dukaten

Der anhaltische Bergrat Johann Ludwig Carl Zincken fand in Erzen aus dem Tilkeröder Bergbau Gold. Aus ungefähr 400 Gramm wurden 116 prächtige Dukaten geprägt – mit der Umschrift „EX AURO ANHALTINO“.

Der Materialwert der Münzen war gering im Verhältnis zu den Kosten des Bergbaus. Für die Wissenschaft bedeuteten die eigentümlichen Erze jedoch eine Sensation. Die Geschichte führt von Schächten über die Selenchemie bis zur Benennung neuer Minerale im 21. Jahrhundert.

Quelle / Forschungsstand: Zincken 1825; Bergbaulehrpfad Tilkerode

Die ganze Geschichte lesen →

1849 · 18./19. Jahrhundert

Streit um Felder und Grenzen

Die Grenzverläufe im Bereich Abberode, Steinbrücken und Tilkerode waren ungewöhnlich kompliziert. Besitz und Landeshoheit deckten sich nicht immer mit den tatsächlichen Wohnorten.

Für 1849 beschreibt eine spätere Pressequelle anhaltende Auseinandersetzungen über Flurzugehörigkeiten. Wichtig ist die Unterscheidung: Eine umstrittene Feldmark ist etwas anderes als die staatliche Zugehörigkeit des gesamten Dorfes. Die Grenzgeschichte kulminiert erst 1913 in einer Neuordnung.

Quelle / Forschungsstand: Saale-Zeitung, 1. Mai 1913 (nach Materialsammlung)

1858 · 18./19. Jahrhundert

Der alte Bergbau endet

Im 19. Jahrhundert wurden die Eisenerzlagerstätten zunehmend schwieriger auszubeuten. Wasserhaltung und Förderaufwand stiegen, während die Erträge nicht mit den Kosten Schritt hielten.

Nach den Angaben des Bergbaulehrpfades endete die Förderung 1858. Das bedeutete nicht das Ende des wissenschaftlichen Interesses: Die Selenerze blieben außergewöhnlich, und im 20. Jahrhundert unternahm man weitere Erkundungsversuche.

Quelle / Forschungsstand: Bergbaulehrpfad Tilkerode

Die ganze Geschichte lesen →

1861 · 18./19. Jahrhundert

Tilkeröder Erz und das Element Thallium

Der englische Chemiker William Crookes entdeckte 1861 das Element Thallium bei Untersuchungen selenhaltiger Rückstände. In Sammlungsunterlagen wird die Herkunft einer Probe mit Tilkerode verbunden.

Das macht deutlich, wie weit die unscheinbaren Erze aus dem Einetal wissenschaftlich zirkulierten. Aus einer kleinen Grubenregion wurden Materialien für die Forschung in europäischen Laboratorien. Das eigentliche Dorf blieb klein, seine Mineralien aber wurden weltbekannt.

Quelle / Forschungsstand: Science Museum London; Materialsammlung

1869 · 18./19. Jahrhundert

Kriegerverein Tilkerode–Abberode

Ein Zeitungsbericht von 1929 nennt das 60-jährige Stiftungsfest des Kriegervereins Tilkerode–Abberode. Daraus ergibt sich das Gründungsjahr 1869.

Wichtig ist die Unterscheidung von der heutigen Schützengesellschaft: Die Namen und Traditionen mögen einander berühren, doch der Kriegerverein ist nicht ohne zusätzlichen Beleg mit dem Schützenverein gleichzusetzen. Das Vereinsleben beider Nachbardörfer ist ein lohnendes Forschungsthema.

Quelle / Forschungsstand: Merseburger Tageblatt, 15. Juli 1929 (nach Materialsammlung)

1875 · 18./19. Jahrhundert

Grenzvertrag und Ende des Rügegerichts

Am 4. März 1875 wurde ein Staatsvertrag zwischen Preußen und Anhalt zur Grenzregelung geschlossen. Nach der regionalen Presseberichterstattung erhielt Steinbrücken den größeren Teil seiner Flur zurück.

Im selben Zeitraum endete die Gerichtstradition von Volkmannrode. Damit verschwand eine jahrhundertealte Form lokaler Rechtspflege. Der Ort blieb durch das Gerichtshaus und die Erinnerung an seine Sitzungen erhalten.

Quelle / Forschungsstand: Zeitungsberichte 1875; Die Gartenlaube 1870 · Quelle öffnen ↗

Die ganze Geschichte lesen →

1905 · 20. Jahrhundert

Neuer Kirchenkreis Wippra

1905 wird Abberode in den neu gebildeten Kirchenkreis Wippra eingeordnet. Solche kirchlichen Veränderungen sind wichtig, wenn man nach Pfarrern, Amtshandlungen oder alten Urkunden sucht.

Die Zuständigkeit einer Pfarrstelle und die staatliche Verwaltung waren dabei nicht immer deckungsgleich. Für die Forschung sind deshalb auch landeskirchliche Archive und Pfarrchroniken verschiedener Orte heranzuziehen.

Quelle / Forschungsstand: Hallesche Zeitung, 26. Mai 1905 (nach Materialsammlung)

Die ganze Geschichte lesen →

1906 · 20. Jahrhundert

Die Rammelburger Chronik erscheint

Hermann Schottes Rammelburger Chronik dokumentiert die Landschaft, Häuser, Besitzer, Handwerke, Personen und Herrschaftsverhältnisse der Umgebung. Bis heute ist sie für die Ortsgeschichte von Abberode, Steinbrücken und Tilkerode eine besonders ergiebige Quelle.

Die gedruckten Angaben müssen zwar mit älteren Akten abgeglichen werden, doch sie liefern zahlreiche Namen und Ortsverbindungen, die andernfalls kaum auffindbar wären. Unsere Gewerbeübersicht baut an vielen Stellen auf solchen Nachweisen auf.

Quelle / Forschungsstand: Hermann Schotte, Rammelburger Chronik (1906)

Die ganze Geschichte lesen →

1907 · 20. Jahrhundert

Eine ländliche Darlehnskasse

Am 27. November 1907 wurde die „Ländliche Spar- und Darlehnskasse Abberode eGmbH“ beim Amtsgericht Wippra eingetragen; die Eintragung erschien Anfang Dezember im Reichsanzeiger.

Das ist ein frühes Zeugnis wirtschaftlicher Selbstorganisation: Ländliche Genossenschaften dienten unter anderem dazu, Finanzierungsmöglichkeiten für Betriebe und landwirtschaftliche Höfe zu schaffen. Wer waren die Vorstandsmitglieder? Die Registerakte könnte weitere Namen liefern.

Quelle / Forschungsstand: Reichsanzeiger, 5. Dezember 1907 (nach Materialsammlung)

12. Feb. 1913 · 20. Jahrhundert

Eine alte Feldmarkgrenze fällt

1913 wurde ein lange umstrittener Grenzverlauf neu geregelt: Die zuvor zu Anhalt gehörenden Teile der Feldmarken der preußischen Gemeinden Abberode und Steinbrücken wurden Preußen zugeordnet. Die Stadt Mansfeld nennt dazu den 12. Februar 1913.

Die präzise Unterscheidung ist entscheidend: Abberode selbst war bereits preußisch. Außerdem blieb das benachbarte Tilkerode anhaltisch und wurde erst 1942 einem preußischen Kreis angegliedert. Es handelte sich also 1913 nicht um die vollständige Abschaffung der Staatsgrenze zwischen den Dörfern.

Quelle / Forschungsstand: Saale-Zeitung, 1. Mai 1913; Stadt Mansfeld · Quelle öffnen ↗

1914 · 20. Jahrhundert

Der Krieg verändert den Verkehr

Im August 1914 musste der Autobus Sangerhausen–Wippra–Ballenstedt nach einem zeitgenössischen Bericht seine Fahrt verkürzen und kam nur noch bis Abberode.

Diese kleine Nachricht zeigt die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf den Alltag der Menschen: Mobilität, Versorgung und Arbeitswege waren von der Kriegswirtschaft betroffen. Sie ist zugleich ein Hinweis darauf, dass der Ort schon vor dem Automobilzeitalter mit regionalen Verkehrswegen verflochten war.

Quelle / Forschungsstand: Volksblatt, 9. August 1914 (nach Materialsammlung)

27. Aug. 1918 · 20. Jahrhundert

Die große Glocke wird zerschlagen

Die große Glocke der Kirche St. Stephani wurde nach dem Turmfest-Vortrag am 27. August 1918 für die Kriegswirtschaft im Turm zerschlagen und abgenommen. Sie ließ sich offenbar nicht unversehrt abseilen.

Für die Dorfbewohner war der Verlust nicht nur materiell. Das Glockengeläut strukturierte Gottesdienste, Arbeitstage und gemeinsame Erinnerung. Das 1931 erhaltene Festprogramm greift diesen Abschied ausdrücklich auf und setzt ihm die spätere Glockenweihe entgegen.

Quelle / Forschungsstand: Turmfest-Vortrag 1999; Programm 1931

Die ganze Geschichte lesen →

1925 · 20. Jahrhundert

Traditionsjahr der Schützengesellschaft

Der heutige Verein führt offiziell den Namen „Schützengesellschaft Tilkerode-Abberode 1925 e. V.“. Damit verweist er auf eine Tradition seit 1925. Das genaue Datum einer damaligen Gründungsversammlung ist in den bisher eingesehenen Quellen noch nicht belegt.

Besonders interessant wäre, ob Protokolle, alte Vereinsfahnen, Schützenkönigslisten oder Familienbilder vorhanden sind. Der Kriegerverein von 1869 muss davon getrennt betrachtet werden. Für die formale Eintragung der heutigen Gesellschaft lässt sich 1994 als weiteres Datum nennen.

Quelle / Forschungsstand: Vereinsverzeichnis Stadt Mansfeld; Registersekundärdaten · Quelle öffnen ↗

1929 · 20. Jahrhundert

Schneechaos auf der Chaussee

Im Januar 1929 verwehte ein schwerer Schneesturm die Chaussee vom Neuen Schloss nach Abberode vollständig. Das dokumentiert eine Meldung der Saale-Zeitung vom 22. Januar.

Für heutige Leser klingt das wie eine lokale Randnotiz, damals war es ein ernstes Problem für Verkehr, Versorgung und Besuche. Über Winteralltag, Räumarbeiten und die damaligen Fahrzeuge könnten ältere Dorfbewohnerfamilien noch Fotos besitzen.

Quelle / Forschungsstand: Saale-Zeitung, 22. Januar 1929 (nach Materialsammlung)

20. Dez. 1931 · 20. Jahrhundert

Große Glockenweihe in Abberode

Zum vierten Advent am 20. Dezember 1931 feierte das Kirchspiel Abberode die neuen Glocken. Der Tag begann mit der Weihe der Friedhofsglocke in Steinbrücken. Um 14 Uhr begann der Festgottesdienst in der Abberöder Kirche.

Ein gedrucktes zweiseitiges Programm nennt Bläser, General-Superintendent Lohmann, Glockensprüche, Kinderchor und Gemeindegesang. Historische Gruppenbilder zeigen Erwachsene und Kinder, deren Namen wir gemeinsam mit den Dorfbewohnern wiederfinden möchten.

Quelle / Forschungsstand: Originalprogramm und privates Fotoalbum 1931

Die ganze Geschichte lesen →

9. Apr. 1933 · 20. Jahrhundert

Der Fall Hermann Rausche

1933 wurde der Landwirt Hermann Rausche in Steinbrücken getötet. Zeitgenössische Gerichts- und Zeitungsberichte spiegeln den Fall wider und zeigen zugleich, wie schnell Gerüchte und Verdächtigungen entstehen konnten.

In unserer Darstellung unterscheiden wir zwischen belegbaren Geschehnissen, den damaligen Vorwürfen und späteren Schlussfolgerungen. Ein historischer Verdacht darf nicht ohne tragfähigen Nachweis als erwiesene Täterschaft dargestellt werden.

Quelle / Forschungsstand: Zeitgenössische Berichte, Ortsrecherche

Die ganze Geschichte lesen →

1936 · 20. Jahrhundert

Neue Kirche in Tilkerode

1936 wurde die neue Kirche in Tilkerode gebaut. Sie steht in einer langen örtlichen Kirchengeschichte, denn die erste Kirche des neu besiedelten Ortes war bereits im 17. Jahrhundert entstanden.

Das Baujahr darf nicht mit dem Zustand der Abberöder Kirche verwechselt werden: Deren Kirchenschiff blieb noch Jahrzehnte bestehen und wurde erst in den 1980er Jahren wegen Baufälligkeit abgetragen. Die beiden Kirchorte haben unterschiedliche Baugeschichten.

Quelle / Forschungsstand: Stadt Mansfeld; Regionalverband Harz · Quelle öffnen ↗

Die ganze Geschichte lesen →

1939 · 20. Jahrhundert

Wiederfund der „Abberöder Hand“

Eine vertrocknete rechte Menschenhand war beim früheren Kirchenumbau gefunden und später in einem bemalten Behältnis aufbewahrt worden. Für 1939 wird ein erneuter Fund unter einem Dachsparren erwähnt.

Schon zeitgenössische Stimmen suchten Erklärungen zwischen Unfall, Strafe und Erinnerung. Heute wird auch eine Verbindung zur Tradition der sogenannten Leibzeichen diskutiert. Die Hand bleibt ein seltenes Stück lokaler Rechts- und Alltagsgeschichte.

Quelle / Forschungsstand: Sühnekreuz-Datenbank; Turmfest-Vortrag 1999

Die ganze Geschichte lesen →

1. Apr. 1942 · 20. Jahrhundert

Tilkerode verliert seine anhaltische Kreiszugehörigkeit

Tilkerode gehörte über Jahrhunderte zu Anhalt und war lange eine Exklave inmitten anderer Landesgebiete. Am 1. April 1942 wurde es aus dem anhaltischen Landkreis Ballenstedt dem Mansfelder Gebirgskreis zugeordnet.

Damit fiel eine historische Verwaltungsgrenze, die das Dorfleben seit seiner Wiederbesiedlung geprägt hatte. Das ist ein anderer Vorgang als die Grenzregelung der Feldmarken von Abberode und Steinbrücken im Jahr 1913.

Quelle / Forschungsstand: Mansfelder Gebirgskreis; Materialsammlung

19. Jan. 1945 · 20. Jahrhundert

Doras Familie erreicht Wippra

Dora berichtet aus eigener Erinnerung von der Flucht ihrer Familie aus Königshütte in Oberschlesien. Am 19. Januar 1945 erreichte sie Wippra; später wurden die Angehörigen in der Waldstraße 5 in Abberode untergebracht.

Diese Geschichte erzählt, wie Kriegsende und Vertreibung in konkrete Häuser und Familienbiografien eingriffen. Dass Dora eine der frühen Neuankömmlinge war, erscheint plausibel; ob sie tatsächlich die allererste Flüchtlingsfamilie im Dorf war, ist nicht belegt.

Quelle / Forschungsstand: Zeitzeugeninterview Dora; örtliche Korrektur 2026

Die ganze Geschichte lesen →

April 1945 · 20. Jahrhundert

US-Truppen erreichen das Einetal

Im April 1945 rückten amerikanische Einheiten in den Südharz und das Mansfelder Land vor. Der Krieg ging in Europa seinem Ende entgegen; vielerorts wechselte innerhalb weniger Tage die örtliche Kontrolle.

Für die Umgebung sind Einnahmedaten belegt: Eisleben am 13. April und Harzgerode am 15. April. Ein genauer Tag, an dem US-Soldaten in Abberode selbst eintrafen, ist aus den bisher vorliegenden Quellen nicht sicher zu bestimmen. Die Pfarrchronik oder Dorfberichte könnten diese Lücke schließen.

Quelle / Forschungsstand: Regionale Kriegsende-Recherche; Zeittafel 1800–heute

Anfang Juli 1945 · 20. Jahrhundert

Die sowjetische Besatzungsmacht übernimmt

Obwohl US-Truppen den Raum im April besetzt hatten, gehörte er nach der alliierten Zonenplanung zur sowjetischen Besatzungszone. Anfang Juli 1945 zogen die Amerikaner aus dem vorgesehenen sowjetischen Gebiet ab, und die Rote Armee übernahm.

Für benachbarte Städte wird der 2. Juli genannt. Ob der Wechsel in Abberode an exakt diesem Tag erfolgte, ist noch nicht belegt. Für Dorfchronik und Zeitzeugen ist die Unterscheidung zwischen regionalem Besatzungswechsel und einem exakt dokumentierten Dorfdatum entscheidend.

Quelle / Forschungsstand: German History in Documents and Images: Demarkationslinie 1945 · Quelle öffnen ↗

22. Sept. 1950 · 20. Jahrhundert

Drei Orte werden zu einer Gemeinde

In der überregionalen Gemeindeüberlieferung wird der 22. September 1950 als Datum der Zusammenlegung von Abberode, Tilkerode und Steinbrücken genannt. Die Stadt Mansfeld nennt dagegen allgemein 1952.

Die unterschiedliche Datierung könnte auf Beschluss, Inkrafttreten oder spätere Zuordnungen zurückgehen. Wir kennzeichnen die Diskrepanz ausdrücklich, bis das einschlägige Gesetzblatt beziehungsweise die Kreisakte eingesehen ist. Es ist jedenfalls die politische Zusammenführung einer lange durch Herrschaftsgrenzen getrennten Landschaft.

Quelle / Forschungsstand: Kommunalüberlieferung; Stadt Mansfeld · Quelle öffnen ↗

25. Juli 1952 · Nachkriegszeit & DDR

Abberode gehört zum neuen Kreis Hettstedt

Das Gesetz vom 25. Juli 1952 bildete neue Kreise und Bezirke. In seiner Anlage steht Abberode unter „Landkreis Hettstedt“ an erster Stelle. Der Kreis gehörte zum Bezirk Halle. Der Originalbeleg findet sich auf Seite 217 des am 26. Juli veröffentlichten Gesetz- und Amtsblatts.

Damit ist die bisher offene Kreiszuordnung geklärt. Die Reform der Kreis- und Bezirksebene ist vom Zusammenschluss Abberodes mit Tilkerode und Steinbrücken zu unterscheiden.

Quelle / Forschungsstand: Gesetz vom 25. Juli 1952, Nr. 28, S. 213 und 217 (Originalscan).

Die ganze Geschichte lesen →

1956 · 20. Jahrhundert

Letzte Erkundung am Tilkeröder Goldschacht

Nach dem Ende des älteren Eisenerzbergbaus wurden in den 1930er Jahren und nochmals in den 1950er Jahren Erkundungen vorgenommen. Die Arbeiten des Jahres 1956 führten nicht zu einer erfolgreichen Wiederaufnahme der Förderung.

Damit endete die aktive Bergbaugeschichte des Reviers. Die Schächte und Stollen blieben als Bodendenkmale zurück. Im wissenschaftlichen Bereich setzte sich die Untersuchung der seltenen Selenminerale jedoch bis in unsere Gegenwart fort.

Quelle / Forschungsstand: Lehrpfad-Faltblatt Tilkerode

Die ganze Geschichte lesen →

17. Dez. 1961 · 20. Jahrhundert

Wieder eine Glockenweihe

1941 waren nach den überlieferten Angaben wiederum Glocken für Kriegszwecke abgenommen worden. Erst 1961 wurde in Abberode erneut eine Glockenweihe gefeiert.

Der 17. Dezember 1961 markiert damit einen zweiten Neuanfang der Glockengeschichte im 20. Jahrhundert. Das ist besonders bemerkenswert, weil der Bauzustand des alten Kirchenschiffs später immer problematischer wurde.

Quelle / Forschungsstand: Turmfest-Vortrag 1999

Die ganze Geschichte lesen →

1962 · 20. Jahrhundert

Abberode als Schulstandort

Ein Bericht des Neuen Deutschland vom 10. Oktober 1962 nennt die Abberöder Zentralschule mit 23 Lehrkräften und 13 Klassen aus sieben Gemeinden.

Die Schule machte den Ort zu einem täglichen Treffpunkt von Kindern und Lehrern aus der weiteren Umgebung. Erinnerungen an Klassenfahrten, Lehrer, Schulbus und die Polytechnische Oberschule sind wichtige Bausteine dieser Geschichte. Die Schulschließung von 2005 bildet einen späten Gegenpol.

Quelle / Forschungsstand: Neues Deutschland, 10. Oktober 1962

Die ganze Geschichte lesen →

1964 · 20. Jahrhundert

Schulweg auf einem historischen Foto

Eine überlieferte Aufnahme aus dem Jahr 1964 zeigt eine Szene aus dem Schulalltag und den Verkehr im ländlichen Raum. Sie ist ein wichtiger Bildbeleg für die Rolle des Ortes als Schulstandort.

Die Namen der Beteiligten und die genaue Strecke lassen sich möglicherweise anhand von Klassenchroniken und Familienerinnerungen erschließen. Anders als unsere Personenrubrik zu Fotos vor 1950 gehört dieses Foto in das allgemeine Bildarchiv.

Quelle / Forschungsstand: Privataufnahme 1964

Die ganze Geschichte lesen →

1983 · 20. Jahrhundert

Ein Lehrer wird ausgezeichnet

1983 wurde Gerhard Schwochert, Direktor der Polytechnischen Oberschule „Willi Kaiser“ in Abberode, nach einer überlieferten Presseangabe als „Verdienter Lehrer des Volkes“ ausgezeichnet.

Der Name ist auch im Zusammenhang mit Zeitzeugenerinnerungen interessant. Noch offen ist, ob alle überlieferten Lehrerbezüge tatsächlich dieselbe Person betreffen. Eine Schulchronik könnte die damaligen Lehrerkollegien und Auszeichnungen präzise dokumentieren.

Quelle / Forschungsstand: Pressehinweis 1983; Schulrecherche

Die ganze Geschichte lesen →

Mitte 1980er · 20. Jahrhundert

Das Kirchenschiff verschwindet

Wegen Baufälligkeit wurde das Kirchenschiff der Abberöder St.-Stephani-Kirche Mitte der 1980er Jahre abgetragen. Übrig blieb der heute bekannte freistehende Turm.

Das veränderte nicht nur ein Bauwerk, sondern die ganze Ortsansicht. Auf historischen Bildern ist noch die vollständige Kirche zu sehen. Die spätere Restaurierung des Turms 1998 bewahrte wenigstens einen Teil der alten Anlage als Wahrzeichen.

Quelle / Forschungsstand: Regionalverband Harz · Quelle öffnen ↗

Die ganze Geschichte lesen →

Feb. 1989 · 20. Jahrhundert

Ein Schulneubau wird angekündigt

Im Februar 1989 berichtete die DDR-Presse über Planungen für einen Schulbau im Kreis Hettstedt, die auch Abberode betrafen. Wenige Monate später veränderten die friedliche Revolution und die staatliche Neuordnung die Rahmenbedingungen vollständig.

Ob der angekündigte Bau begonnen oder in der geplanten Form verwirklicht wurde, ist noch zu prüfen. Bauakten und Erinnerungen ehemaliger Lehrer könnten helfen, den Übergang der Schullandschaft genauer zu beschreiben.

Quelle / Forschungsstand: Neues Deutschland, 2. Februar 1989

Die ganze Geschichte lesen →

1989/90 · 20. Jahrhundert

Die Wende verändert das Dorf

Die friedliche Revolution, die Öffnung der innerdeutschen Grenze und die deutsche Einheit wirkten auch in kleinen Harzdörfern. Für die Menschen in Abberode bedeutete das Veränderungen bei Arbeit, Landwirtschaft, Vereinen, Verwaltung und Reisen.

Noch fehlen viele lokale Dokumente dazu. Besonders die Geschichte der LPG, der Gaststätten, der ersten Gemeindewahlen und der wiederbelebten Vereine kann nur im Austausch mit Zeitzeugen und Archiven vollständig erzählt werden.

Quelle / Forschungsstand: Zeitzeugen und Gemeindestatistiken

Die ganze Geschichte lesen →

1994 · 20. Jahrhundert

Dorfentwicklungsplan für Abberode

Nach der deutschen Einheit entstanden neue Möglichkeiten, aber auch neue Probleme für die Dorfentwicklung. Ein Dorfentwicklungsplan von 1994 zeigt, dass Abberode eigene bauliche und infrastrukturelle Ziele formulierte.

Welche Projekte zuerst umgesetzt wurden, welche Straßen erneuert und welche historischen Gebäude bewahrt wurden, ist ein lohnendes Thema für eine kommende Bilderstrecke mit Vorher-nachher-Aufnahmen.

Quelle / Forschungsstand: Stadt Mansfeld: Flächennutzungsplanung

Die ganze Geschichte lesen →

7. Sept. 1994 · 20. Jahrhundert

Eintragung der Schützengesellschaft

Eine online zugängliche Zusammenstellung von Registerdaten nennt den 7. September 1994 als Eintragungsdatum der Schützengesellschaft Tilkerode-Abberode 1925 e. V.

Das ist ein wichtiger Beleg für die organisatorische Wiederbelebung nach der Wende. Es handelt sich jedoch um ein Registerdatum, das nicht automatisch mit dem Tag einer Wiedergründungsversammlung gleichgesetzt werden darf. Für den Ablauf der Neugründung sollten die Vereinsunterlagen beziehungsweise der Registerauszug geprüft werden.

Quelle / Forschungsstand: Vereinsregister-Sekundärdaten (VR 44258) · Quelle öffnen ↗

1998 · 20. Jahrhundert

Der Glockenturm wird gerettet

1998 wurde der verbliebene Kirchturm von St. Stephani mit Mitteln der Dorferneuerung umfassend restauriert. Nach dem Verlust des Kirchenschiffs war dies ein wichtiger Schritt, um die Geschichte des Ortes baulich sichtbar zu bewahren.

Heute erinnert der Turm an die frühere Kirche und an eine jahrhundertelange christliche Gemeindegeschichte. Fotos der Baumaßnahme und der Wiedereröffnung sind ebenfalls Teil der örtlichen Erinnerung.

Quelle / Forschungsstand: Stadt Mansfeld; Regionalverband Harz · Quelle öffnen ↗

Die ganze Geschichte lesen →

31. März 1999 · 20. Jahrhundert

Das Abberöder Gemeindewappen

Am 31. März 1999 wurde das Abberöder Gemeindewappen genehmigt. Die Bildmotive verbinden lokale Natur, die Steinbrücke und bergbauliche Traditionen: Eichenzweig, Steinbrücke und gekreuztes Bergmannsgezähe.

Es war ein sichtbares Zeichen der damaligen selbstständigen Gemeinde und der gemeinsamen Identität von Abberode, Steinbrücken und Tilkerode. Auch nach der Eingemeindung 2009 ist das Wappen ein historisches Identitätssymbol.

Quelle / Forschungsstand: Orts- und Gemeindewappenüberlieferung

1999 · 20. Jahrhundert

Kirchturmfest und historische Dokumentation

Zum Kirchturmfest 1999 entstand ein Vortrag, der unter anderem die Geschichte der Glocken, des Kirchenschiffs, des Pfarrhauses und einzelner Kunstwerke zusammenträgt.

Für unsere Webseite ist dieser Vortrag eine bedeutende Sammlung historischer Quellen und Abbildungen. Die historischen Angaben lassen sich durch Pfarrakten, Fotos und das Programm der Glockenweihe von 1931 weiter vertiefen.

Quelle / Forschungsstand: Vortrag anlässlich des Kirchturmfestes 1999

Die ganze Geschichte lesen →

2005 · 21. Jahrhundert

Schließung der Sekundarschule

2005 wurde die Sekundarschule Abberode geschlossen. Schülerinnen und Schüler wechselten an den Standort Mansfeld.

Die Schließung markierte mehr als eine organisatorische Veränderung: Mit einer Schule gehen Treffpunkte, Arbeitsplätze und ein Teil des täglichen Lebens verloren. Für ehemalige Lehrer und Schüler sind Fotos, Klassenbücher und Erinnerungen eine wichtige Quelle dafür, wie der Schulstandort das Dorf über Jahrzehnte geprägt hatte.

Quelle / Forschungsstand: Schulchronik Sekundarschule Mansfeld

Die ganze Geschichte lesen →

1. Juli 2007 · 21. Jahrhundert

Neuer Landkreis Mansfeld-Südharz

Zum 1. Juli 2007 entstand der Landkreis Mansfeld-Südharz. Die neue Kreisstruktur war Teil einer größeren Gebietsreform in Sachsen-Anhalt.

Für Abberode änderten sich damit die übergeordneten Verwaltungseinheiten, noch bevor das Dorf 2009 seine kommunale Eigenständigkeit verlor. In alten Verwaltungsdokumenten begegnen deshalb im 20. und frühen 21. Jahrhundert mehrere Kreisbezeichnungen.

Quelle / Forschungsstand: Abberode seit 1800 – Zeittafel (Materialsammlung, Oktober 2026)

6. März 2009 · 21. Jahrhundert

Abberode wird Ortsteil von Mansfeld

Am 6. März 2009 wurde die selbstständige Gemeinde Abberode in die Stadt Mansfeld eingemeindet. Die angeschlossenen Orte Tilkerode und Steinbrücken blieben Teil des geografischen und historischen Dorfzusammenhangs.

Die kommunale Neuordnung wirkte sich auf Verwaltung und politische Vertretung aus. Für die örtliche Identität blieben Vereine, Feste und gemeinsame Familiengeschichte weiterhin tragend.

Quelle / Forschungsstand: Stadt Mansfeld: Ortsteil Abberode · Quelle öffnen ↗

um 2012 · 21. Jahrhundert

Das Blaulicht- und Oldtimertreffen entsteht

Eine lokale Reportage berichtet, dass das erste Treffen mit etwa 25 Fahrzeugen begann. Aus einem geplanten Oldtimertreffen entwickelte sich dank der Beteiligung historischer Einsatzfahrzeuge eine Veranstaltung mit besonderem Schwerpunkt auf Blaulichttechnik.

Das genaue Erstveranstaltungsjahr ist aus der späteren Zählung nur näherungsweise zu erschließen. Seitdem ist das Treffen Teil des „Fests der Vereine“ und ein Beispiel dafür, wie örtliches Ehrenamt weit über die Dorfgrenzen hinaus ausstrahlen kann.

Quelle / Forschungsstand: Mitteldeutsche Zeitung (in Materialsammlung); Vereinsveranstaltungen

2020 · 21. Jahrhundert

Das Mineral Tilkerodeit wird benannt

Der in Tilkerode gefundene Selenerzkomplex wurde zum Typfundort des Minerals Tilkerodeit. Die wissenschaftliche Beschreibung und Anerkennung erfolgte 2020.

Damit steht der kleine Ort erneut auf einer internationalen mineralogischen Landkarte – fast zwei Jahrhunderte nach den ersten Untersuchungen des Bergrats Zincken. Die winzigen Kristalle erinnern daran, dass bedeutende Entdeckungen auch in einem unscheinbaren Bergbaurevier beginnen können.

Quelle / Forschungsstand: Ma, Förster, Grundmann u. a., Crystals 2020

Die ganze Geschichte lesen →

18.–20. Aug. 2023 · 21. Jahrhundert

Fest der Vereine und Blaulichttreffen

Das Amtsblatt der Stadt Mansfeld kündigte für den 18. bis 20. August 2023 ein Fest der Vereine mit Musik, Blaulicht- und Oldtimertreffen sowie Festumzug an.

Dabei arbeiten der Sportverein Grün-Weiß Abberode, die Schützengesellschaft Tilkerode/Abberode und die Feuerwehr im örtlichen Festleben zusammen. Die Veranstaltung steht für ein lebendiges Miteinander mehrerer Generationen, das sich nicht allein aus amtlichen Ortsdaten erschließen lässt.

Quelle / Forschungsstand: Amtsblatt Stadt Mansfeld, August 2023

Sept. 2024 · 21. Jahrhundert

Abberode zählt 273 Einwohner

Für September 2024 nennt die Stadt Mansfeld 273 Einwohner in Abberode. Historische Einwohnerzahlen sind allerdings nur sinnvoll vergleichbar, wenn man die jeweils zugrunde liegenden Gebietsgrenzen berücksichtigt.

Über die Jahrhunderte wechselten Zugehörigkeiten und Zählbereiche mehrfach. Eine künftige statistische Übersicht sollte deshalb Abberode im engeren Sinn von der ehemaligen Gemeinde mit Tilkerode und Steinbrücken unterscheiden.

Quelle / Forschungsstand: Stadt Mansfeld, Einwohnerstand 2024 · Quelle öffnen ↗

22. Sept. 2025 · 21. Jahrhundert

Neue Wehrleitung in Abberode

Der Stadtrat Mansfeld berief Michael Franke zum Ortswehrleiter und Jürgen Franke zum stellvertretenden Ortswehrleiter der Ortsfeuerwehr Abberode, jeweils für sechs Jahre.

Die Ortsfeuerwehr ist Teil der kommunalen Freiwilligen Feuerwehr Mansfeld. Ein zusätzlich bestehender eigenständiger Förder- oder Feuerwehrverein Abberode ist damit noch nicht nachgewiesen; auch das historische Gründungsjahr der Ortswehr bleibt offen.

Quelle / Forschungsstand: Amtsblatt Mansfeld, Stadtratsbeschlüsse vom 22. September 2025 · Quelle öffnen ↗

22. Sept. 2025 · 21. Jahrhundert

Weitere Mittel für das Feuerwehrgerätehaus

Der Stadtrat stimmte einer überplanmäßigen Ausgabe von 105.700 Euro zu. Sie betrifft den Neubau einer Fahrzeughalle und die Sanierung des bestehenden Gebäudes zum Sozialtrakt der Freiwilligen Feuerwehr Abberode.

Die Maßnahme veranschaulicht, wie die örtliche Feuerwehr heute nicht nur von freiwilligen Einsatzkräften, sondern auch von zeitgemäßer Infrastruktur abhängt. Für die historische Chronik fehlen weiterhin frühere Fahrzeug- und Gerätehausdaten.

Quelle / Forschungsstand: Amtsblatt Mansfeld, Beschluss Nr. 131-06/25 · Quelle öffnen ↗

8. Mai 2026 · 21. Jahrhundert

Förderbescheid für die Feuerwehr

Für den Ersatzneubau und die Erweiterung der Abberöder Feuerwehrinfrastruktur weist die Stadt Mansfeld einen Förderbescheid der Investitionsbank Sachsen-Anhalt vom 8. Mai 2026 aus.

Nach den veröffentlichten Angaben belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 858.177 Euro; davon entfallen 50.000 Euro auf Landesmittel. Diese Zahlen betreffen das konkrete Investitionsprojekt und sind nicht mit dem älteren Stadtratsnachtrag von 2025 gleichzusetzen.

Quelle / Forschungsstand: Stadt Mansfeld: Umbau und Erweiterung Freiwillige Feuerwehr Abberode · Quelle öffnen ↗

15. Aug. 2026 · 21. Jahrhundert

13. Blaulicht- und Oldtimertreffen

Für den 15. August 2026 wird die 13. Auflage des Blaulicht- und Oldtimertreffens auf dem Festgelände an der Neuen Straße dokumentiert. Die Veranstaltung ist Bestandteil des Fests der Vereine.

Für eine lebendige Ortschronik sind solche Termine mindestens ebenso wichtig wie Staats- und Verwaltungsreformen. Sie zeigen, wie Feuerwehr, Schützen und Sportverein als örtliche Akteure zusammenwirken.

Quelle / Forschungsstand: Veranstaltungskalender Oldtimer-4you 2026 · Quelle öffnen ↗

1997 · 20. Jahrhundert

WTB Elektro GmbH wird gegründet

Nach der deutschen Wiedervereinigung entstanden auch in Abberode neue gewerbliche Arbeitsplätze. 1997 gründeten Winkler, Trenkel und Becker die WTB Elektro GmbH. Die Unternehmenschronik bestätigt das Gründungsjahr und die ursprünglichen Gesellschafter; Handelsregisterauskünfte nennen den 15. Dezember 1997 als Eintragungsdatum.

Die Firma arbeitete zunächst als Montageunternehmen im Industriebereich und setzte von Beginn an auf Ausbildung und Nachwuchsförderung. Später entstanden weitere technische Abteilungen, darunter Konstruktion, Automatisierung und Schaltanlagenbau. Damit wurde aus einem Dorfstandort ein Industriebetrieb, der auch überregional und international Aufträge übernimmt.

Für Abberode gehört WTB zu den prägendsten Arbeitgebern der jüngeren Ortsgeschichte. Die Einordnung als größter Arbeitgeber der Region wird von Einwohnern berichtet; für einen zahlenmäßigen Vergleich fehlen derzeit historische Mitarbeiterstatistiken.

Quelle / Forschungsstand: Unternehmenschronik WTB Elektro GmbH; Handelsregister HRB 211253 · Quelle öffnen ↗

ab 2000 · 20. Jahrhundert

WTB beginnt mit der Schaltanlagenfertigung

Laut eigener Firmenchronik begann WTB ab dem Jahr 2000 damit, die ersten Schaltanlagen zu konstruieren und zu fertigen. Das Unternehmen erweiterte seine Leistungen um eigene Programmierung und Inbetriebnahme. Dies veränderte den Charakter des Betriebs: Technische Planung und industrielle Fertigung kamen zur Montage hinzu.

Die Entwicklung zeigt den wirtschaftlichen Wandel im Einetal nach 1990. Während ältere Chroniken vor allem Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Mühlen, Handwerk und Bergbau beschreiben, entstand nun im Ort moderne Elektrotechnik für Industrieanlagen. Die genaue damalige Zahl der Beschäftigten wäre ein interessantes Dokument für die Chronik.

Quelle / Forschungsstand: Unternehmenschronik WTB Elektro GmbH · Quelle öffnen ↗

2005 · 21. Jahrhundert

WTB bezieht sein heutiges Betriebsgebäude

Die Unternehmenschronik nennt 2005 als Jahr des Umzugs in das heutige Betriebsgebäude. Hintergrund war die inzwischen deutlich erweiterte Firmenstruktur. Der Standort an der Neuen Straße in Abberode steht damit für den Aufstieg eines lokalen Unternehmens zu einem spezialisierten Anbieter industrieller Elektrotechnik.

WTB beschreibt in seiner weiteren Entwicklung unter anderem den Ausbau des Schaltanlagenbaus und internationale Installationsprojekte. Für die Ortsgeschichte wäre eine Fotoreihe interessant, die das erste Betriebsgebäude, den Umzug 2005 und die späteren Erweiterungen dokumentiert.

Quelle / Forschungsstand: Unternehmenschronik WTB Elektro GmbH · Quelle öffnen ↗

1501 (Überlieferung) · Frühe Neuzeit

Die Sage von der Zahnschmerzenkapelle

In den Hallischen Nachrichten vom 11. Juni 1941 wurde eine ältere Überlieferung nacherzählt: Um 1501 sollen drei Menschen aus Steinbrücken, Große, Koch und Bilzenrod, wegen starker Zahnschmerzen den Bau einer Kapelle zu Ehren des heiligen Wolfgang versprochen haben. Die Geschichte berichtet eine Heilung noch während der Bauarbeiten.

Laut derselben Erzählung pilgerten später Menschen zum Gotteshaus, das etwa vier Jahrzehnte bestanden haben soll. Graf Albrecht habe es schließlich beseitigen lassen; die Glocke sei nach Abberode gekommen. Das ist eine Sage, keine nachgewiesene Heilung oder gesicherte Gründungsurkunde.

Quelle / Forschungsstand: Hallische Nachrichten, 11.06.1941, Transkription Molmerswende · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

1720 · 18./19. Jahrhundert

Die Herren von Friesen kaufen die Rammelburg

Christian August Freiherr von Friesen erwarb nach der Schlosschronik 1720 die Rammelburg von der Familie von Stammer. Das Amt Rammelburg umfasste auch Abberode und mehrere Nachbarorte; die Familie prägte für rund 180 Jahre Besitz- und Grundherrschaft im Gebiet.

Wichtig ist die Unterscheidung: Der Kauf bedeutete nicht, dass Abberode bis 1902 politisch unabhängig von Sachsen beziehungsweise später Preußen gewesen wäre. Die landesherrlichen Zuständigkeiten und die Gerichtsbarkeit veränderten sich im 19. Jahrhundert deutlich.

Quelle / Forschungsstand: Schlosschronik Rammelburg / Schotte 1906 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

1829 · 18./19. Jahrhundert

Schlosskapelle Rammelburg wird erneuert

Der Besitz der Familie von Friesen beschränkte sich nicht auf Verwaltung und Landnutzung. Die Schlosschronik erwähnt, dass Freiherr Ernst von Friesen 1829 die Schlosskapelle erneuern ließ.

Für die Bewohner des Amtes einschließlich Abberode sind die Verbindungen zwischen Schlosskapelle, Kirchenpatronat und Dorfpfarrstellen noch genauer zu erforschen.

Quelle / Forschungsstand: Schlosschronik Rammelburg · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

18. Nov. 1823 · 18./19. Jahrhundert

Nachklang der Napoleonzeit: ein Soldatenerbe

Ein Zeitungsfund vom 18. November 1823 nennt Erben von Soldaten aus dem ehemaligen Königreich Westphalen, unter ihnen die Familie eines Friedrich Liebing aus Abberode.

Die Meldung macht sichtbar, wie lange die napoleonische Zeit in Familienunterlagen und Ansprüchen nachwirkte. Ohne die Originalanzeige sollte aus dem Vermerk keine konkrete Kriegsbiographie rekonstruiert werden.

Quelle / Forschungsstand: Berlinische Nachrichten, 18.11.1823; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

30. Mai 1848 · 18./19. Jahrhundert

Revolutionsjahr: Abberoder unter 2.517 Unterzeichnern

Im Revolutionsjahr 1848 unterzeichneten laut einem Zeitungsbericht 2.517 Urwähler des Mansfelder Gebirgskreises eine öffentliche Erklärung. Unter den beteiligten Orten wird auch Abberode genannt.

Welche politischen Ziele genau vertreten wurden und welche Abberöder namentlich darunter standen, lässt sich erst mit dem Originaltext beantworten. Die Nachricht ist ein möglicher Einstieg in die lokale Geschichte von 1848.

Quelle / Forschungsstand: Magdeburgische Zeitung, 30.05.1848; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

9. März 1883 · 18./19. Jahrhundert

Schweine sollten mit Phosphor vergiftet werden

Nach einem Bericht des Halleschen Tageblatts vom 9. März 1883 hätten Unbekannte nachts versucht, zwei fette Schweine des Ökonomen F. Franke in Abberode mit Phosphor zu vergiften.

Wie der Anschlag entdeckt wurde und ob Tiere tatsächlich zu Schaden kamen, geht aus der vorliegenden Kurzzusammenfassung nicht hervor. Daraus lässt sich auch niemand als Täter benennen.

Quelle / Forschungsstand: Hallesches Tageblatt, 09.03.1883; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

1. Okt. 1889 · 18./19. Jahrhundert

Ein mittelalterliches Schwert aus Abberode

Das Hallesche Tageblatt vom 1. Oktober 1889 zählt ein eisernes Schwert aus dem 13. Jahrhundert auf, das bei Abberode ausgegraben worden und als Teil einer Schenkung an das Provinzialmuseum Halle gelangt sei.

Als Übergeber wird der Berliner Maler Tischmeier genannt. Die Zeitungsmeldung ist unabhängig im Digitalisat nachvollziehbar. Eine spätere fachliche Datierung und der heutige Aufbewahrungsort bleiben zu klären.

Quelle / Forschungsstand: Hallesches Tageblatt, 01.10.1889, Museumszugänge Nr. 27 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

24. Jan. 1890 · 18./19. Jahrhundert

Ein Pariser Ballon landet im Tilkeröder Forst

Nach einem Zeitungsbericht wurde im Tilkeröder Forst ein kleiner Ballon gefunden, der am Eiffelturm in Paris aufgelassen worden sein soll. Eine Karte mit Namen des Absenders lag bei; die Fahrt soll rund zehn Stunden gedauert haben.

Der Fund wurde am 24. Januar 1890 in der Saale-Zeitung aufgegriffen. Die genaue Fundstelle, Identität des Absenders und Originalabbildung sind noch nicht unabhängig anhand der Zeitungsausgabe geprüft.

Quelle / Forschungsstand: Saale-Zeitung, 24.01.1890; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

13. Dez. 1894 · 18./19. Jahrhundert

Ein schwarzer Hase macht Schlagzeilen

Der General-Anzeiger Halle stellte 1894 Berichte über ungewöhnlich gefärbte Hasen zusammen: In Klostermansfeld sei ein gelber, in Abberode sogar ein schwarzer Hase erlegt worden.

Wie zuverlässig diese Beobachtungen waren und um welche Fellfärbung es sich tatsächlich handelte, ist dem Zeitungsfund nicht zu entnehmen.

Quelle / Forschungsstand: General-Anzeiger Halle, 13.12.1894; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

4./5. Okt. 1894 · 18./19. Jahrhundert

Schlossbrand auf der Rammelburg

Im Oktober 1894 verwüstete ein Großbrand Teile der Rammelburg. Die Schlosshistorie nennt eine erhebliche Zerstörung des südwestlichen Flügels und berichtet auch von einem Todesopfer.

Der Brand führte zu großen Wiederaufbaukosten, die die Familie von Friesen nicht bewältigen konnte. Die Quellen differieren beim genauen Branddatum (4. oder 5. Oktober); diese Zeitleiste vermeidet deshalb eine einzige scheinbar gesicherte Tagesangabe.

Quelle / Forschungsstand: Schlosschronik Rammelburg, Baugeschichte 19. Jahrhundert · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

8. Sept. 1896 · 18./19. Jahrhundert

Ein Jagdschloss nahe Volkmannrode

Nach einer Meldung der Saale-Zeitung vom 8. September 1896 wurde nahe den Volkmannröder Ruinen ein stattliches Jagdschloss auf Veranlassung des Herzogs von Anhalt errichtet.

Besonders wichtig wäre ein alter Lageplan: Auf welchem Grundstück stand dieses Jagdgebäude, und ist es mit späteren Forsthäusern identisch? Die Zeitungsmeldung allein beantwortet diese Fragen nicht.

Quelle / Forschungsstand: Saale-Zeitung, 08.09.1896; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

10. Juli 1897 · 18./19. Jahrhundert

Eine Eisenbahn für Abberode wird gewünscht

In der Halleschen Zeitung vom 10. Juli 1897 heißt es, im Mansfelder Gebirgskreis werde eine bessere Bahnverbindung für Abberode, Ritzgerode, Molmerswende, Steinbrücken und Pansfelde in Richtung Aschersleben gewünscht.

Der Verweis in der Eisenbahndebatte zeigt die damaligen Verkehrsnöte. Ob aus diesem Wunsch konkrete Ingenieurpläne hervorgingen, ist bislang nicht belegt.

Quelle / Forschungsstand: Hallesche Zeitung, 10.07.1897, Beilage · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

1907–1908 · 20. Jahrhundert

Fernsprechstelle und Verbindung nach Berlin

Eine Zeitungsauswertung nennt für 1907 eine öffentliche Fernsprechstelle in Abberode; 1908 sei die telefonische Verbindung mit Berlin freigegeben worden.

Für ein Dorf mit wenigen Hundert Einwohnern war dies ein großer Schritt. Wie die Fernsprechstelle aussah, wer sie bediente und welche Gebühren berechnet wurden, könnte ein altes Adressbuch zeigen.

Quelle / Forschungsstand: Coburger Zeitung 1907; National-Zeitung 1908; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

Karfreitag 1913 · 20. Jahrhundert

Haydn-Aufführung löst Konfessionsdebatte aus

Nach mehreren Zeitungsberichten sang der Abberöder Kirchenchor unter Pastor Henze an Karfreitag 1913 Joseph Haydns Werk „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“. Ein Kritiker fand dies für den evangelischen Gottesdienst unpassend.

Katholische Zeitungen griffen den Vorgang als Beispiel konfessioneller Engstirnigkeit auf. Über den tatsächlichen Ablauf und die genaue Reaktion im Dorf wäre die Überprüfung der Originalartikel besonders interessant.

Quelle / Forschungsstand: Bergische Wacht und Wittener Volks-Zeitung, 1913; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

19. Aug. 1913 · 20. Jahrhundert

18 Zentner schwerer Bulle stürzt in Brunnen

Nach dem General-Anzeiger Halle stürzte in Abberode ein Bulle mit einem Gewicht von 18 Zentnern in einen Brunnen. Der Bericht nennt den Landwirt Wiegand.

Die Anekdote ist im Dorf bis heute gut erzählbar. Wie der schwere Bulle wieder aus dem Brunnen kam, ist jedoch nicht überliefert und wird deshalb nicht ausgeschmückt.

Ein 18 Zentner schweres Tier in einem Brunnen – wie konnte das geschehen und wie wurde es gerettet? Die kurze Zeitungsnotiz lässt das offen. Ein alter Hofplan oder eine Erinnerung aus der Familie Wiegand könnte die erstaunlichste Einzelheit dieser Geschichte nachliefern.

Quelle / Forschungsstand: General-Anzeiger Halle, 19.08.1913; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

4. Dez. 1919 · 20. Jahrhundert

Überfall auf einen Landbriefträger

Die Saale-Zeitung meldete 1919 einen Überfall durch zwei Männer in feldgrauer Kleidung auf einen Landbriefträger in einem Gehölz bei Abberode.

Die Zeitung nennt die Posttasche als leer. Den Namen des Postboten und den Ausgang der Ermittlungen enthält die bisherige Fundliste nicht.

Man hätte den Brief wohl schneller selbst hinübertragen können. Nach einem Zeitungsbericht brauchte er zwischen Tilkerode und Abberode für etwa 150 Meter ganze drei Tage. Die Zustellorganisation, nicht ein großer Gebirgsweg, soll die Ursache gewesen sein.

Quelle / Forschungsstand: Saale-Zeitung, 04.12.1919; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

April 1925 · 20. Jahrhundert

Autobuslinie durchs Einetal angekündigt

Im April 1925 kündigte die Hallesche Zeitung eine Autobusverbindung Harzgerode–Schielo–Molmerswende–Steinbrücken–Tilkerode–Abberode an.

Das zeigt den Versuch, die verstreuten Harzdörfer mit einem regelmäßigen öffentlichen Verkehrsmittel zu verbinden. Aus der Ankündigung lässt sich allerdings noch nicht beweisen, ab wann die Linie tatsächlich fuhr.

Quelle / Forschungsstand: Hallesche Zeitung, April 1925; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

26. Okt. 1926 · 20. Jahrhundert

Mit 74 zum ersten Mal Eisenbahn gefahren

Der Merseburger Korrespondent brachte 1926 die Geschichte eines 74-jährigen Abberöders, der für einen Besuch bei seiner Tochter in Harzgerode zum ersten Mal in seinem Leben die Eisenbahn benutzt haben soll.

Noch ist nicht bekannt, um wen es sich handelte. Für Familienarchive und Ortsgespräche ist das eine besonders gute Suchfrage.

Quelle / Forschungsstand: Merseburger Korrespondent, 26.10.1926; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

2. Nov. 1926 · 20. Jahrhundert

Stromleitungen trennen die alten Nachbarn

Einer Zeitungsnotiz zufolge wurden 1926 elektrische Licht- und Stromleitungen für die anhaltischen Gemeinden Tilkerode und Schielo geschaffen. Die benachbarten preußischen Dörfer Abberode, Steinbrücken und Molmerswende blieben nach der Meldung vorerst außen vor.

Das bemerkenswerte an dieser Meldung ist, dass alte territoriale Unterschiede bis in die technische Infrastruktur nachwirken konnten. Wann die einzelnen Häuser Stromanschluss bekamen, müsste durch Ortsakten oder Familienerinnerungen gesichert werden.

Quelle / Forschungsstand: Saale-Zeitung, 02.11.1926; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

6. Okt. 1928 · 20. Jahrhundert

Ein neuer Schießstand bei Gastwirt Rausche

Nach dem Merseburger Tageblatt vom Oktober 1928 errichtete der Abberöder Gastwirt Rausche auf Wunsch der Einwohner einen neuen Schießstand.

Der Bericht gibt einen greifbaren Hinweis auf das lokale Vereinsleben zwischen Kriegerverein, Schützen und Dorfwirtschaft. Welche Veranstaltungen dort stattfanden, bleibt zu erforschen.

Quelle / Forschungsstand: Merseburger Tageblatt, 06.10.1928; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

1. Okt. 1929 · 20. Jahrhundert

Ein Brief benötigt drei Tage für 150 Meter

Die Saale-Zeitung schilderte im Oktober 1929 ein „postalisches Loch“: Obwohl Tilkerode und Abberode nur rund 150 Meter voneinander entfernt lagen, brauchte ein Brief drei Tage bis zum Empfänger.

Die Zeitung führte dies auf die Uhrzeiten der Briefkastenleerung und Zustellung zurück. Das ist ein eindrückliches Bild dafür, dass verwaltungstechnische Entfernungen manchmal größer sein können als die tatsächlichen Wege.

Quelle / Forschungsstand: Saale-Zeitung, 01.10.1929; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

13. Jan. 1932 · 20. Jahrhundert

Neue Stromversorgung wird Thema

Im Januar 1932 berichteten die Hallischen Nachrichten über die Stromversorgung von Abberode, Steinbrücken und weiteren Orten durch eine Landzentrale.

Damit erhält die Meldung von 1926 über ungleichzeitig elektrifizierte Dörfer eine Fortsetzung. Ob die Häuser bereits alle angeschlossen waren, folgt aus der bloßen Pressenotiz jedoch nicht.

Quelle / Forschungsstand: Hallische Nachrichten, 13.01.1932; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

1934 · 20. Jahrhundert

Tilkerode ohne Kirche – und eine Glocke stürzt

Die ehemalige Tilkeröder Kirche war 1934 so baufällig, dass sie abgetragen wurde; Konfirmationen fanden nach den gesammelten Meldungen zeitweise im Gasthaus statt.

Im August soll eine Glocke aus einem behelfsmäßigen Glockenträger gestürzt sein. 1936 entstand die neue Tilkeröder Kirche. Eine Fotodokumentation der Jahre 1934 bis 1936 wäre ausgesprochen wertvoll.

Quelle / Forschungsstand: Mehrere Zeitungsfunde zur Tilkeröder Kirche 1934 und 1936; Fundliste · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

5. März 1942 · 20. Jahrhundert

Eine preußische Exklave in der anhaltischen Exklave

Anlässlich der bevorstehenden Eingliederung Tilkerodes schilderte die Mitteldeutsche Nationalzeitung im März 1942 eine kleinste preußische Exklave, die innerhalb der anhaltischen Exklave Tilkerode lag und zu Abberode und Steinbrücken gehört habe.

Die Angaben geben eine wunderbare Forschungsaufgabe für historische Katasterkarten ab. Wann genau diese Grenzfigur entstand und wie lange sie existierte, ist anhand der Rechts- und Kartenquellen noch nicht gesichert.

Quelle / Forschungsstand: Mitteldeutsche Nationalzeitung, 05.03.1942; Zeitungsauswertung 2026 · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

1902–1903 · 20. Jahrhundert

Das Ende der Friesen-Ära auf der Rammelburg

Die Besitzergeschichte des Schlosses nennt für 1902 den Verkauf durch die Familie von Friesen an die Industriellenfamilie von Stumm; die hohen Wiederaufbaukosten nach dem Brand von 1894 waren ein wesentlicher Grund.

Helene von Stumm und ihr Ehemann Kurt von Heimburg wurden 1902/1903 Besitzer. Damit endete der Familienbesitz der von Friesen nach rund 180 Jahren. Vom Grundbesitz ist die bereits zuvor veränderte politische und gerichtliche Zuständigkeit zu unterscheiden.

Quelle / Forschungsstand: Schloss Rammelburg: Besitzer von Friesen / von Heimburg · Quelle öffnen ↗ · Ausführlichen Beitrag lesen

14. Juli 1934 · 20. Jahrhundert

Eine gezeichnete Ansicht von Abberode und Tilkerode

Eine heute online dokumentierte Folge alter Zeichnungen aus einem Zeichenblock enthält das Blatt „Blick auf Abberode-Tilkerode vom Sommerberg“, datiert auf den 14. Juli 1934. Die regionale Sammlung aus Molmerswende bewahrt damit einen seltenen gezeichneten Blick in das Einetal.

Das Blatt verdient einen Vergleich mit frühen Postkarten und späteren Luftbildern. Es ist vorerst nur über den Originalfundort verlinkt; Bildrechte und Urheberschaft sollten geklärt werden, ehe wir es auf der Ortschronik selbst veröffentlichen.

Quelle / Forschungsstand: Regionalportal Molmerswende, „Dorfansichten von 1934“ · Quelle öffnen ↗ · Zum Zeitungskapitel

15. Jh. · Mittelalter

Volkmannrode wird zum verlassenen Dorf

Das Dorf Volkmannrode nahe dem Einetal war im Mittelalter bewohnt und wurde vermutlich im 15. Jahrhundert aufgegeben. Der genaue Anlass für diese Entwicklung ist nicht nachgewiesen. Es ist also nicht korrekt, die Pest oder einen Überfall als belegte Ursache zu nennen.

Trotz fehlender Bewohner blieben Rechte, Ländereien und Pflichten erhalten. Das erklärt, warum die Gerichtsstätte von Volkmannrode erstmals 1489 erwähnt wird und bis 1875 in Gebrauch blieb. Heute lässt sich an dieser Stelle die Geschichte einer verschwundenen Siedlung auf ungewöhnliche Weise ablesen.

Quelle / Forschungsstand: Stadt Mansfeld; historischer Bericht über Rügegericht Volkmannrode · Quelle öffnen ↗ · Ausführliche Geschichte lesen ↗

16. Jh. · Frühe Neuzeit

Das alte Tilkerode fällt wüst

Der Name Tilkerode war schon im Mittelalter bekannt. Im 16. Jahrhundert wurde der ursprüngliche Ort jedoch vorübergehend verlassen und seine Flächen von benachbarten Orten aus bewirtschaftet.

Nach dem großen Brand in Abberode 1661 wurden im unmittelbar angrenzenden anhaltischen Gebiet 1662/63 neue Häuser bezogen. Tilkerode ist deshalb ein eindrückliches Beispiel dafür, dass Wüstungen später wieder besiedelt werden konnten.

Quelle / Forschungsstand: Regionalverband Harz; Ortsgeschichte Tilkerode · Quelle öffnen ↗ · Ausführliche Geschichte lesen ↗

1844 · 18./19. Jahrhundert

Die alte Abberöder Pfarre steht zum Verkauf

Im Landesarchiv findet sich unter den Patronatsakten des Amtes Rammelburg für 1844 der Titel „Verkauf der alten Pfarre zu Abberode“. Damit ist ein konkreter historischer Verwaltungsvorgang dokumentiert.

Die Akte muss erst eingesehen werden, bevor man Käufer, Preis und ein mögliches Datum des Abschlusses nennen kann. Gerade im Hinblick auf das heutige Pfarrhaus lohnt der Vergleich mit alten Karten und Bauakten.

Quelle / Forschungsstand: Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Amt Rammelburg, Patronatsakten Abberode · Quelle öffnen ↗ · Ausführliche Geschichte lesen ↗

1872 · 18./19. Jahrhundert

Wer trug den Zymbel in der Abberöder Kirche?

Die Patronatsakten Abberode enthalten für 1872 einen Vorgang mit dem Titel „Tragen des Zymbels in der Kirche zu Abberode“. Der Zymbel bezeichnet in diesem Zusammenhang den Klingelbeutel zur Sammlung während des Gottesdienstes.

Worum es in dem Vorgang konkret ging, ist aus dem Findbucheintrag allein nicht zu ersehen. Ob darüber gestritten wurde oder Zuständigkeiten nur administrativ geregelt wurden, ist eine spannende offene Archivfrage.

Es klingt fast nach einer Dorfkomödie: Selbst das Tragen eines Sammelbeutels im Gottesdienst hinterließ eine eigene Verwaltungsakte. Welches Amt oder welche Pflicht dahinterstand, ist noch offen. Der Akten-Titel allein beweist keinen Streit – gerade deshalb lohnt sich der Blick ins Original.

Quelle / Forschungsstand: Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Amt Rammelburg: Tragen des Zymbels (1872) · Quelle öffnen ↗ · Ausführliche Geschichte lesen ↗

1907–1909 · 20. Jahrhundert

Aufteilung der Domäne Schielo

Das Landesarchiv verzeichnet Akten über Vorbereitungen und Durchführung der Aufteilung der Domäne Schielo 1905 bis 1909. In älteren Akten taucht außerdem der Zusammenhang mit der Domäne Abberode auf.

Die Ortsgeschichte Schielos datiert die Auflösung der Domäne auf 1909. Wer das Abberöder Vorwerk übernahm und zu welchen Konditionen, sollte anhand der originalen Verkaufs- und Teilungsakten geprüft werden.

Quelle / Forschungsstand: Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Domänenakten; Stadt Harzgerode · Quelle öffnen ↗ · Ausführliche Geschichte lesen ↗

1935–1937 · 20. Jahrhundert

Ein neuer Bergbauversuch am Eskaborner Berg

Fast acht Jahrzehnte nach der weitgehenden Einstellung der Förderung um 1858 wurden in den 1930er-Jahren erneut Erkundungen und Vortriebsarbeiten im ehemaligen Tilkeröder Revier durchgeführt.

Der Versuch brachte keinen dauerhaft erfolgreichen Wiederbeginn. 1956 folgte noch eine letzte Erkundung. Auch die technische Entwicklung konnte die ungünstige Wirtschaftlichkeit der Lagerstätte nicht überwinden.

Quelle / Forschungsstand: Bergbauchronik Tilkerode; Archivakten zur Wiederaufnahme 1935–1937 · Quelle öffnen ↗ · Ausführliche Geschichte lesen ↗

15. Sept. 2021 · 21. Jahrhundert

Feuerwehreinsatz nach Pkw-Brand

Die Polizeimeldung vom 15. September 2021 berichtet über einen kurz vor Mitternacht gemeldeten Fahrzeugbrand in Abberode. Die alarmierte Ortsfeuerwehr löschte den Brand; Verletzte gab es nicht. Das Auto erlitt einen wirtschaftlichen Totalschaden.

Die Polizei teilte mit, dass damals der Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung bestand und Ermittlungen liefen. Aus dieser Meldung folgt nicht, dass Brandstiftung später bewiesen oder jemand verurteilt wurde. Sie dokumentiert zugleich einen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr.

Quelle / Forschungsstand: Polizei Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung 174/2021 vom 15.09.2021 · Quelle öffnen ↗ · Ausführliche Geschichte lesen ↗

2022–2024 · 21. Jahrhundert

Archäologen entdecken das Leben eines verschwundenen Dorfes

Seit 2022 untersuchen das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und die Universität Göttingen eine Wüstung bei Harzgerode. Das Dorf besaß eine geordnete Hofstruktur und eine kleine befestigte Anlage, vermutlich Sitz eines Niederadligen.

Allein für die Grabungssaison 2023 meldet das Landesamt deutlich über 2.000 Funde, darunter Hufeisen, Keramik, Nägel und Pfeilspitzen. Die Forschungen zeigen, welche Spuren auch im direkten Umland des Einetals noch verborgen sein können. Die untersuchte Ausgrabung liegt allerdings nicht im Dorf Abberode selbst.

Quelle / Forschungsstand: LDA Sachsen-Anhalt / Universität Göttingen, Pressemitteilung vom 02.10.2023 · Quelle öffnen ↗ · Ausführliche Geschichte lesen ↗

vor mindestens 51.000 Jahren · Ur- und Frühgeschichte · Region

Ein Zeichen auf einem Riesenhirschknochen

Das Forschungsteam von Universität Göttingen und Niedersächsischem Landesamt für Denkmalpflege untersuchte ein bewusst angelegtes Winkelmuster auf einem Riesenhirschknochen. Die Radiokarbondatierung ergab mindestens 51.000 Jahre.

Der Fund stammt vom südwestlichen Harzrand in Niedersachsen. Er ist ein Blick in die Menschheitsgeschichte des weiteren Harzraums, kein örtlicher Siedlungsnachweis für Abberode.

Quelle / Forschungsstand: Originalquelle öffnen ↗ · Die ganze Spurensuche lesen ↗

vor rund 12.000 Jahren · Ur- und Frühgeschichte · Region

Rentierspuren aus dem Zwergenloch

Ein Rentiergeweih und kleine Knochenfragmente waren bereits 1936 ausgegraben worden. Nach dem Bericht des MDR mit Aussagen des Landesamts zeigen die Knochen menschliche Schlagspuren zur Gewinnung von Knochenmark.

Das ist ein Beleg für menschliche Verwertung von Rentieren im Ostharz. Es wird weder eine Ortsgründung Abberodes noch ein direkter Stammbaum zu seinen Einwohnern daraus abgeleitet.

Quelle / Forschungsstand: Originalquelle öffnen ↗ · Die ganze Spurensuche lesen ↗

4. Jahrtausend v. Chr. · Ur- und Frühgeschichte · Region

Gräber lange vor den Dörfern

Die 2025 untersuchte Anlage liegt bei Reinstedt, Ortsteil von Falkenstein/Harz. Sie gehört in das 4. Jahrtausend vor Christus. Weitere Bestattungen zeigen mehrere vorgeschichtliche Nutzungsphasen.

Dieser Fund ist ein regionaler Bezugspunkt. Er datiert weder die Gründung Abberodes noch eine ununterbrochene Besiedlung seiner heutigen Ortslage.

Quelle / Forschungsstand: Originalquelle öffnen ↗ · Die ganze Spurensuche lesen ↗

ca. 2300–1600 v. Chr. · Ur- und Frühgeschichte · Region

Metalle verbinden Mitteldeutschland mit Europa

Kupfer, Zinn, Gold und Bernstein verbanden weit entfernte Regionen. Mitteldeutschland war Teil dieser Netzwerke; ein großer Teil des verarbeiteten Kupfers stammte nach dem Landesmuseum aus den Ostalpen.

Das ist ein Blick in den mitteldeutschen Rahmen. Ein bronzezeitlicher Erzabbau bei Tilkerode wurde in dieser Recherche nicht nachgewiesen.

Quelle / Forschungsstand: Originalquelle öffnen ↗ · Die ganze Spurensuche lesen ↗

vor rund 3.000 Jahren · Ur- und Frühgeschichte · Region

Eine bronzezeitliche Familie im Höhlengrab

Die spätbronzezeitliche Grabstätte im Südharz erlaubte die Rekonstruktion familiärer Beziehungen. Das HöhlenErlebnisZentrum zeigt die Forschung und berichtet über hochwahrscheinliche heute lebende Nachfahren.

Das Museum spricht heute von einer der ältesten nachgewiesenen Großfamilien. Die Forschung bezieht sich auf diesen Fundplatz, nicht auf die Bewohner Abberodes oder eine suebische Herkunft.

Quelle / Forschungsstand: Originalquelle öffnen ↗ · Die ganze Spurensuche lesen ↗

um 98 n. Chr. · Ur- und Frühgeschichte · Region

Tacitus beschreibt die Sueben

Die Germania ist eine antike Außenbeschreibung. In Kapitel 38 erklärt Tacitus, dass die Sueben aus mehreren Gruppen mit eigenen Namen bestehen. Er beschreibt auch den auffälligen Haarknoten.

Der Text nennt keinen suebischen Lagerplatz bei Abberode und belegt keine Wanderung von Schweden über unser Dorf nach Süddeutschland.

Quelle / Forschungsstand: Originalquelle öffnen ↗ · Die ganze Spurensuche lesen ↗

5.–frühes 6. Jahrhundert · Ur- und Frühgeschichte · Region

Die Zeit des Thüringerreichs

Das Landesmuseum erschließt diese Zeit unter anderem über reiche Gräber von Stößen und Großörner. Sie zeigen soziale Unterschiede, Machtzentren und Fernkontakte.

Eine Karte des Königreichs ist kein Beleg für ein damaliges Dorf Abberode. Auch eine feste Abstammungskette von den Hermunduren zu allen Thüringern wird hier nicht vorausgesetzt.

Quelle / Forschungsstand: Originalquelle öffnen ↗ · Die ganze Spurensuche lesen ↗

531 · Ur- und Frühgeschichte · Region

Das Thüringerreich unterliegt den Franken

Mit der fränkischen Eroberung endet das eigenständige Thüringerreich. In der Folge treffen unterschiedliche Bevölkerungsteile und Herrschaftsinteressen in Mitteldeutschland aufeinander.

Eine sofortige Übergabe des gesamten Landes nördlich der Unstrut an Sachsen und eine präzise datierte Schwabenansiedlung sind damit nicht gesichert. Das Landesamt behandelt die sächsische Mitwirkung und die anschließende Besiedlung ausdrücklich als Forschungsfragen.

Quelle / Forschungsstand: Originalquelle öffnen ↗ · Die ganze Spurensuche lesen ↗

2. Juli 1046 · Mittelalter · Region

Güter im Schwabengau werden verschenkt

Das Sächsische Staatsarchiv verzeichnet unter 10001 Ältere Urkunden, Nr. 00021 eine Schenkung Heinrichs III. an das Domkapitel Meißen: Güter im Schwabengau. Das Archiv verknüpft ein Digitalisat.

Schotte deutet die Ortsnamen auf Seite 5 seiner Rammelburger Chronik als Wilderschwieg, Meißdorf und Ritzgerode. Diese historische Identifizierung wird als seine Deutung kenntlich gemacht; die Urkunde belegt keine antike Gründung Abberodes.

Quelle / Forschungsstand: Originalquelle öffnen ↗ · Die ganze Spurensuche lesen ↗

September 1945 · Nachkriegszeit & DDR

Bodenreform erreicht unsere drei Orte

Die Bodenreform begann in der sowjetischen Besatzungszone, vor Gründung der DDR. Das Landesarchiv verzeichnet Akten zur Durchführung mit ausdrücklicher Nennung Abberodes, Tilkerodes und Steinbrückens. Ihre Laufzeiten setzen 1945 beziehungsweise 1946 ein.

Für Steinbrücken sind außerdem Kaufgeldlisten für zugeteilten Boden aus den Jahren 1945–1951 erhalten. Die Kataloge belegen die Themen; die einzelnen Zuteilungen müssen noch aus den Akten erschlossen werden.

Quelle / Forschungsstand: Landesarchiv, K 13 Eisleben Nr. 1410; Nr. 1425; Nr. 1426; K 13 Sangerhausen Nr. 528. Katalogbeschreibungen.

Die ganze Geschichte lesen →

1958 · Nachkriegszeit & DDR

Telefonkabel zwischen Abberode und Pansfelde

Die Deutsche Post führte 1958 eine Akte zur Ersetzung von Ortsluftkabeln durch Erdkabel auf der Verbindung Abberode–Pansfelde. Das ist eine konkrete Spur zum Ausbau der Fernmeldetechnik im Dorf.

Ein Variantenvergleich für Wippra/Abberode von 1964 zeigt weitere Planung. Aus den Katalogangaben allein folgt weder ein genaues Fertigstellungsdatum noch, dass damals schon jedes Haus ein Telefon besaß.

Quelle / Forschungsstand: Landesarchiv, M 403 Nr. 980 (1958); M 403 Nr. 2512, Zeichnung 12 (1964). Katalogbeschreibungen.

Die ganze Geschichte lesen →

1982/83 · Nachkriegszeit & DDR

Ein Hof aus Molmerswende im DEFA-Film

Eduard Schreibers Dokumentarfilm „Ein Bauer und seine Frau“ entstand 1982 in Molmerswende; die Uraufführung folgte am 16. September 1983. Der 21-minütige Film verbindet das Leben eines älteren Bauernpaars mit der Frage, wer den Hof weiterführen wird.

Quelle / Forschungsstand: DEFA-Stiftung: Filmdaten und Inhaltsangabe. Regionaler Bezug: Molmerswende.

Die ganze Geschichte lesen →

1983 · Nachkriegszeit & DDR

Postbeschäftigte machen Ferien in Abberode

Drei auf 1983 datierte Fotografien tragen im Archiv denselben Titel: „Neues Ferienobjekt für Mitarbeiter der Bezirkspostdirektion Halle in Abberode“. Es sind kleine Schwarzweißabzüge.

Die Katalogeinträge nennen keine Adresse; die Bilder sind dort nicht digital zugänglich. Welches Haus gemeint ist, bleibt eine Frage an die örtliche Erinnerung. 1983 ist das Jahr der Fotos, kein gesondert belegter Eröffnungstag.

Quelle / Forschungsstand: Landesarchiv, M 403 Nr. 4595 Foto 1, Foto 2 und Foto 3. Katalogbeschreibungen.

Die ganze Geschichte lesen →

26.08.1985 · Nachkriegszeit & DDR

Erntetag bei der LPG Braunschwende

Thomas Lehmann fotografierte für ADN die Weizenernte der LPG Pflanzenproduktion Braunschwende. Zwei überlieferte Bilder zeigen den Mähdreschereinsatz und eine Arbeitsbesprechung zwischen erfahrenen Kräften und jungen Fahrern.

Die Aufnahmen erschließen Landwirtschaft im regionalen Umfeld. Die Bildnachweise nennen Braunschwende; sie belegen keinen bestimmten Acker in Abberode.

Quelle / Forschungsstand: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0826-028 und -029, Thomas Lehmann, 26. August 1985; Bildnachweise im verlinkten Beitrag.

Die ganze Geschichte lesen →

2020 · Dorfleben

Ein Wort quer durch die Vorfreude

Das bereitgestellte Festplakat von 2020 trägt quer über dem Bühnenbild den roten Stempel „Abgesagt“. Nach der zugehörigen Angabe fiel das Fest der Vereine wegen Corona aus.

Als kleines Zeitdokument erzählt die Einladung nun von einem Fest, zu dem das Dorf nicht zusammenkommen konnte.

Quelle: bereitgestelltes Absageplakat; Jahreszuordnung und Anlass nach den Angaben zum Bild.

Das Originalplakat und seine Geschichte ansehen →