
Steinbrücken liegt nördlich der Eine zwischen Abberode und Molmerswende. Schon 1216 wird der Ort nach der Rammelburger Chronik erwähnt. Seine Höfe und Ackerflächen waren lange von den Grenzverhältnissen zwischen Mansfeld und Anhalt geprägt.
Der Chronist Hermann Schotte hat für Steinbrücken etwas Ungewöhnliches hinterlassen: eine Eigentümerfolge zahlreicher Hofstellen, teilweise zurück bis 1533. Darunter finden sich die Familien Gänsch, Probst, Franke, Kautz und Rausche.
Vom Hofregister zum Kriminalfall
Eine der dramatischsten örtlichen Geschichten ereignete sich 1933, als der Landwirt Hermann Rausche ermordet aufgefunden wurde. Der Prozess in Halle endete mit einer Verurteilung des Melkers und einem Freispruch der Witwe. Die alte Hofchronik könnte künftig helfen, die Familiengeschichte des Betroffenen zu erschließen.
Auch die Kapelle, das frühere Feuerwehrwesen, die Landwirtschaft und der Schulweg nach Abberode verdienen eigene Beiträge. Diese Ortsseite wird mit Bildern und Erinnerungen aus Steinbrücken weiter wachsen.
Weitere Bilder und Dokumente

- Hermann Schotte, Rammelburger Chronik, S. 183–188.
- Zeitungsberichte April und Oktober 1933.