
Am Wasser der Eine liegt die Untermühle, ein wichtiges historisches Gebäude des Einetals. Auf älteren Fotografien ist ihre Lage zwischen Wiesen und bewaldeten Hängen gut zu erkennen. Solche Mühlen waren weit mehr als technische Anlagen: Hier trafen Bauern, Handwerker und Nachbarn aufeinander.
In Schottes Rammelburger Chronik erscheint bereits für 1648 Gabriel Gießler mit dem ausdrücklichen Zusatz „der Untermüller“. Der Chronist erwähnt zudem die beiden Mühlen an der Eine und die komplizierten Verwaltungsgrenzen. Eine Archivakte aus 1637 dokumentiert einen Streit um eine Mühle bei Abberode; ob sich dieser genau auf die Untermühle bezog, muss anhand der Akte geklärt werden.
Mehr als ein Mühlrad
Über Mühlgraben, Wasserrad, Müllerfamilien und den späteren Betrieb lässt sich noch viel erzählen. Die historischen Postkarten und privaten Fotografien geben dafür bereits ein Bildgerüst. Auch Dora erinnert sich an das Wasser und an Wege bei der Ermisch-Mühle.
Gerade dieser Ort könnte in Zukunft durch Erinnerungen ehemaliger Bewohner besonders lebendig werden: Wer kennt die letzten Müller, die Werkzeuge und das Leben auf dem Mühlengelände?
Weitere Bilder und Dokumente


- Hermann Schotte: Rammelburger Chronik, 1906, S. 189–190; Landsteuerliste von 1648.
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt: Streit zwischen Amt Harzgerode und Amt Rammelburg wegen einer Mühle bei Abberode, 1637 (Findbuch).
- Historische Fotografie und Postkarte aus Privatsammlung.