Drei Dörfer. Ein guter Grund zusammenzukommen.

Das Dorf
feiert.

Manchmal braucht es einen Schützenkönig. Manchmal eine neue Glocke. Und manchmal reichen eine Schubkarre, eine Strohpuppe und ein Dorf mit Humor.

Der Blick aufs schwarze Brett

Was feiern wir als Nächstes?

Terminstand: 26. Oktober 2026

Der nächste Termin fehlt noch auf unserem Kalender.

Für die nächsten Feste in Abberode, Tilkerode und Steinbrücken liegt hier noch keine bestätigte Ankündigung vor. Wer etwas plant: Schickt uns Datum, Ort und Programm – vom Laternenumzug bis zum Vereinsabend.

Ein Fest ankündigen ↗
Rückblick · 14.–16. August 2026

21. Fest der Vereine

Drei Tage für Begegnungen, Musik und Dorfleben: Für dieses Wochenende war das 21. Fest der Vereine auf dem Festgelände Abberode angekündigt. Der Termin ist vorbei – die Vorfreude auf die nächste Runde darf bleiben.

Zum Veranstaltungseintrag 2026 ↗
Die kurze Verbindung ins Dorf

Neues von den Vereinen

Ein Flyer, eine Programmänderung, ein Foto vom letzten Abend: Die gemeinsame Facebook-Seite ist eine gute Anlaufstelle für Neuigkeiten rund ums Fest. Hier geht es direkt zu den Veranstaltern.

Fest der Vereine auf Facebook ↗
Durchs Jahr · Laternenzeit

Kleine Lichter, große Runde

Auch jenseits des Sommerfestes kommt das Dorf zusammen. Das Mansfelder Amtsblatt berichtete im Januar 2026 vom vierten Martinsumzug des Waldkindergartens „Sonnenblume“: Familien, Freunde und Nachbarn zogen gemeinsam mit ihren Laternen los.

Ein Rückblick auf das vorherige Martinsfest; ein Termin für 2026 ist hier noch nicht bekannt.

Der Bericht im Amtsblatt ↗
Das Fest gehört denen, die es machen

Ein Wochenende.
Viele helfende Hände.

SV Grün-Weiß Abberode, Schützengesellschaft Tilkerode/Abberode und Freiwillige Feuerwehr: Hinter dem Fest der Vereine stehen Menschen, die sich ohnehin das ganze Jahr fürs Dorf einsetzen. Beim Fest ziehen sie gemeinsam los.

Wie so ein Wochenende klingen kann, zeigt das Programm von 2023: Disco und Houseparty am Freitag, Oldtimer und Blaulicht am Samstag, abends Livemusik. Am Sonntag dann Festumzug und Frühschoppen. Drei Tage – und für fast jede Generation ein Lieblingsmoment.

Das Blaulicht- und Oldtimertreffen bringt noch eine besondere Sorte Gäste mit: Fahrzeuge, die früher zu Einsätzen ausrückten und heute Erinnerungen wecken. Da wird gefachsimpelt, gestaunt und manches Erlebnis noch einmal erzählt.

Wer nur zum Tanzen kommt, sieht die Vorarbeit kaum. Dabei beginnt ein gutes Fest lange vor dem ersten Lied – und endet für die Helfer erst, wenn auch die letzte Bank wieder weggeräumt ist.

Bläser spielen auf der winterlichen Dorfstraße, Glockenweihe Abberode 1931
Bevor die Musik aus Lautsprechern kam, stand sie mitten auf der Straße: Die Bläser bei der Glockenweihe 1931 geben dem Fest seinen Klang.Historische Aufnahme · Sammlung der Ortschronik

Ein Blick zurück: Die Aufnahme gehört zur Glockenweihe von 1931.

Tilkerode · Herbst 1933

21 Burschen.
Eine Schubkarre.
Und ein Loch.

Die jungen Männer wollten ein Fest, das noch kein Harzdorf erlebt hatte. Man muss sagen: Die Idee hatte etwas.

Vor Hülperts Gasthof wartet das halbe Dorf auf das große Geheimnis. Dann kommen Clowns heraus. Eine Trompete ertönt. Ein Kutscher in Gehrock und Zylinder fährt vor, ein „Sportarzt“ trägt weißen Kittel und Hornbrille. Und auf einem Wagen liegt das wichtigste Requisit: ein ausgestopfter alter Mann.

Auf dem Stoppelfeld wartet ein abgesteckter Kreis mit einem Loch in der Mitte. Die Aufgabe: die Puppe mit der Schubkarre hineinbefördern. Klingt leicht? Die 21 Teilnehmer bekommen die Augen verbunden. Jeder hat fünf Minuten. Das Publikum darf sehen, die Fahrer müssen fühlen.

Nur fünf schaffen es. Die Zuschauer feuern an, als ginge es um ein großes Rennen. Der Reporter der Hallischen Nachrichten ist begeistert: Tilkerode hat sich ein neues Herbstfest ausgedacht. Der Bericht erscheint am 11. November 1933.

Gerade solche Einfälle machen Dorfgeschichte lebendig. Nicht jeder Festtag braucht einen hohen Ehrengast. Manchmal genügt eine verrückte Idee – und genügend Nachbarn, die mitlachen.

Zum historischen Zeitungsfund ↗
Bevor es das Festgelände gab

Hier tanzte das Dorf.

Historische Ansicht von Friedrich Ernsts Gasthof zur Erholung in Tilkerode
Ein Saal, ein Tanzkränzchen und am nächsten Morgen müde Füße: Friedrich Ernsts Gasthof in Tilkerode war eine der Bühnen des Dorflebens.Historische Aufnahme · Sammlung der Ortschronik

Der Saal war die große weite Welt.

Bei Hülpert wurde getanzt, beim Gastwirt Friedrich Ernst gab es Konzerte und Wintervergnügen. 1929 ließ man Hülperts Saal eigens ausbessern – die tanzlustige Jugend sollte wieder Platz haben. 1930 verband man beim Wirt Ernst ein Gesangskonzert mit einem gemütlichen Tanzkränzchen.

In Abberode schuf Gastwirt Rausche 1928 einen weiteren Treffpunkt: Zum Erntedankfest wurde sein neuer Schießstand eingeweiht. Jung und Alt machten mit. Das Vergnügen lag manchmal buchstäblich hinter der Gaststube.

Mehr Häuser mit Geschichte ↗
Festzug auf der verschneiten Dorfstraße von Abberode bei der Glockenweihe 1931
Schnee auf der Straße – und trotzdem ist das Dorf auf den Beinen. Zur Glockenweihe 1931 wird aus dem vertrauten Weg ein Festplatz unter freiem Himmel.Historische Aufnahme · Sammlung der Ortschronik
Ein Blick zurück

Andere Zeiten.
Vertraute Festfreude.

Zu Pfingsten gehörte Tilkerode den Schützen. 1929 kamen zur Fahnenweihe auch Gäste aus der Umgebung. Beim Königsschießen 1932 gewann Tischler Otto Döring mit 58 Ringen; die Leimbacher Kapelle spielte, die Jugend hatte eigene Spiele und Armbrustschießen.

Als der Kriegerverein 1929 sein sechzigjähriges Bestehen beging, reichte ein Tag kaum aus: Musik, Gottesdienst, geschmückte Straßen, Umzüge und Tanz gehörten dazu. Manches am Ablauf kommt uns bis heute bekannt vor.

Und Abberode hatte 1931 seinen großen Glockentag. Die Bilder erzählen von Musikern, Kindern und einer Gemeinde, die dicht zusammensteht. Für diesen Tag gibt es sogar ein eigenes Fotoalbum.

Die Glockenweihe in Bildern ↗
Die Zeiten feiern mit

Nicht jedes Fest war unbeschwert.

Wenn Politik den Takt vorgibt

Nach 1933 wurden Vereine gleichgeschaltet und vertraute Feste politisch vereinnahmt. In Tilkerode verband die NS-Ortsgruppe 1942 ihre Erntedankfeier mit der Einweihung eines Landdienstlagers. Die Festgeschichte erzählt deshalb auch davon, wer eine Bühne besetzen durfte und wer ausgeschlossen wurde.

Feiern in der DDR

Der 1. Mai und der 7. Oktober standen nun im staatlichen Festkalender. Daneben gab es Familienfeste, kirchliche Feiern und das gesellige Leben in Betrieben und Dörfern. Wie das in unseren drei Orten aussah, lässt sich am besten mit denen erzählen, die dabei waren: Wo lief die Dorfdisco? Wer spielte zum Tanz? Und wer schmückte den Saal?

Heute machen wir es gemeinsam

Das Fest der Vereine trägt den Gedanken schon im Namen. Sportler, Schützen und Feuerwehr schaffen miteinander einen Anlass, zu dem auch ehemalige Dorfbewohner gern wiederkommen. Ein Dorf sieht sich im Alltag oft nur im Vorbeifahren. Beim Fest setzt man sich endlich einmal dazu.

Weißt du noch, damals beim Fest?

Wer hat Fotos vom geschmückten Saal, von Tanzabenden oder alten Festumzügen? Wer erinnert sich an Jugendclub, Erntefest oder den ersten Schützenkönig nach der Wende? Und hat jemand noch vom Tilkeröder Schubkarren-Wettstreit gehört?

Auch die jüngsten Feste gehören ins Dorfgedächtnis: Schickt uns eure Bilder vom Fest der Vereine und vom Blaulichttreffen – gern mit Jahr und einer kleinen Geschichte dazu.

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Zum Weiterlesen und Weiterstöbern

Grundlage: „Dörfer leben von Festen – Eine Festgeschichte von Abberode, Tilkerode und Steinbrücken“, recherchiertes Material aus „Feste_Abberode.docx“, Stand Oktober 2026. Die historische Erzählung folgt den dort zusammengestellten Zeitungsfunden.

Die historischen Bilder stammen aus der vorhandenen Sammlung der Ortschronik. Aktuelle Festfotos und Flyer findet ihr auf der verlinkten Veranstalterseite.

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